BERNE /LEMWERDER Sommerzeit ist Zeckenzeit. Das muss sich auch der Hegering Stedingen gedacht haben, denn die Jäger und Heger haben vor kurzem ein Zecken-Warnschild auf dem Warflether Sand, beim alten Klärwerk Ganspe, aufgestellt. „In diesem Jahr gibt es insgesamt mehr Zecken“, meint Tobias Bergfeld, Pressesprecher der Hegerings, „das liegt am warmen Frühjahr und am feuchten Sommer.“ Allerdings gebe es auf dem Warflether Sand keine höhere Zeckengefahr als andernorts, man wolle Spaziergänger aber mit dem Schild auf die Problematik hinweisen.

Die Einschätzungen Bergfelds mag Dr. Lothar Wehn, Allgemeinmediziner, Impfarzt und selbst Jäger, nicht vollends teilen: „Es gibt weiterhin eine normale Gefährdung durch Zecken. Und die ist überall im Gemeindegebiet gleich.“ In seiner Berner Praxis habe er bislang keinen Anstieg bei der Zahl der behandelten Zeckenbisse verzeichnen können.

Für den Fall, dass jemand von einer Zecke gebissen worden ist, rät der Mediziner: „Sofort entfernen. Am besten mit einer Pinzette.“ Dabei müsse darauf geachtet werden, dass der Parasit vollständig beseitigt wird. Gelingt dies nicht, bleibt also der Kopf der Zecke in der Haut stecken, kann ein Arzt helfen, so Wehn.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Ganz und gar nichts hält er davon, die in der Haut sitzende Zecke mit Klebstoff oder Olivenöl zu bekämpfen. „Das verschlimmert die Sache nur, weil die Zecke keine Luft bekommt und dann versucht, noch tiefer in die Haut einzudringen.“

Die norddeutschen Zecken können Krankheiten wie die Infektionskrankheit Borreliose verursachen. Wehn: „Die Borreliose lässt sich gut mit Antibiotika behandeln.“ Die gefährlichere Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), sie kann eine mitunter tödliche Hirnhautentzündung auslösen, komme zum Glück nördlich des Mains nicht vor. „In Baden-Württemberg registriert man aber seit einiger Zeit einen Anstieg der Infektionsfälle“, sagt Wehn.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.