BERNE Bevor Gemeindebrandmeister Klaus Niekamp einen Feuerwerkskörper zündet, fällt sein kritischer Blick auf das Etikett. Irgendwo ganz klein muss dort eine so genannte BAM-Nummer stehen. BAM steht in diesem Fall nicht für das Knallgeräusch, sondern bedeutet „Bundesamt für Materialprüfung“.

Nur so gekennzeichnete Feuerwerkskörper dürfen zu Silvester verwendet werden. Auf dem Schwarzmarkt oder im Internet sind durchaus gefährlichere Knaller zu haben: Sie sehen ähnlich wie die erlaubten aus, entfalten aber die mehrfache Sprengkraft. Umherfliegende Teile können auch Menschen verletzen, die in einigem Abstand zum Knallkörper stehen.

Aber auch erlaubtes Feuerwerk ist – falsch eingesetzt – durchaus gefährlich. Klaus Niekamp, sein Stellvertreter Peter Hävecker, die stellvertretende Hekelner Ortsbrandmeisterin Inge Niekamp, und die Feuerwehrmänner Udo Meyering und Hagen Niekamp zeigen, wie man es richtig macht: Knaller werden auf den Boden gelegt und nicht in der Hand angezündet. Nach dem Anzünden entfernt man sich rasch. Klaus Niekamp empfiehlt, zum Anzünden Streichhölzer oder ein Feuerzeug zu benutzen. Noch besser geeignet sind Glimmstäbchen, die in manchen Sortimenten mitgeliefert werden.

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Raketen brauchen eine standfeste Abschussvorrichtung. Hagen Niekamp stellt dazu eine Flasche in eine passende Kiste, damit sie nicht umfallen kann. Auch so genannte Feuerwerkbatterien brauchen einen festen, möglichst glatten Untergrund.

Vergleichsweise harmlos sind Feuerwerkskörper, die schon von Kindern benutzt werden dürfen. Dennoch muss auch hier die Gebrauchsanleitung beachtet werden. Feuerwerk, das nur im Freien verwendet werden darf sollte tunlichst nicht in Räumen, auch wenn diese groß genug erscheinen, gezündet werden. „Das ist gefährlich: Die Leute können nicht weglaufen“, erklärt Klaus Niekamp.

Leute, die Silvester zu tief ins Glas geguckt haben, sollten das Feuerwerken anderen überlassen, rät der Gemeindebrandmeister. Doch auch wer nur zuschauen will, muss Sicherheitsregeln beachten. So sollten alle Fenster des Hauses geschlossen bleiben. Es sei schon vorgekommen, dass Raketen durch auf Kipp stehende Fenster in Haus geflogen sind, sagen die Feuerwehrleute.

Jan Lehmann / freigestellter Betriebsratsvorsitzender / Politikredaktion
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