Elsfleth Die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 52 „Windpark Bardenfleth“ hat der Elsflether Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Der Beschluss wurde mit vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen und erst nach einiger Diskussion schließlich mehrheitlich gefasst. Im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung war das Projekt, wie berichtet, bereits vorgestellt worden.

Dabei handelt es sich um den dritten Windpark, den die Firma Windpark Wehrder GmbH in Elsfleth betreiben will. Der Windpark Bardenfleth soll aus zehn Windenergieanlagen mit maximal je 3,4 Megawatt bestehen. Die Gesamthöhe soll nicht mehr als 180 Meter und der Rotordurchmesser bis zu 115 Meter betragen. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte zu diesem Tagesordnungspunkt beantragt, die Gesamthöhe der Anlagen auf maximal 150 Meter zu begrenzen. Dieser Antrag wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt.

Auch die weiteren drei Punkte – eine Abschaltautomatik bei Schattenwurf, eine bedarfsgerechte Befeuerung (Warnblinklichter für den Flugverkehr) und die Ausrüstung der Anlagen mit Hinterkantenkämmen, die an den Flügeln angebracht werden, um die Geräusche zu reduzieren – wurden mehrheitlich abgelehnt, nachdem Bürgermeisterin Traute von der Kammer darauf hingewiesen hatte, dass zunächst ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt werden solle. Details wie Höhen und Abschaltautomatik könnten im laufenden Verfahren noch besprochen werden, sagte sie.

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Der Verwaltungsausschuss habe sich darauf verständigt, dass die zu verwendende Technik auf dem neuesten Stand sein solle. Details könnten in dem noch zu schließenden Durchführungsvertrag abgestimmt werden.

Für Diskussionsstoff sorgte auch die Kritik von Ratsmitglied Thorsten Böner an dem vorgelegten Gutachten, das sich mit dem vor Ort lebenden Seeadler beschäftigte. Böner zweifelte an der Aussagekraft des Gutachtens, da dort an einigen Stellen keine Flugbewegung registriert, in einem ähnlichen Gutachten für einen Windpark in Ovelgönne jedoch Flugbewegungen des Seeadlerpaares aus Moorriem festgestellt worden waren. Der Adler müsse also zu den fraglichen Zeitpunkten seinen Horst verlassen haben, schloss Böner.

Ratsherr Wolfgang Nieß argumentierte jedoch dagegen, dass in der Sitzung nicht über den Windpark in Ovelgönne abzustimmen sei. Alexander von Perger, der in der Ratssitzung den Vorsitz führte, sagte, dass in der Abstimmung nicht die Güte des Gutachtens zur Debatte stünde, sondern der Änderungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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