Im Rathaus kommt Aufbruchstimmung auf. Die Ära Raffetseder wird abgehakt.

Von Norbert Hartfil

Im doppelten Sinne ist 2008 ein geschichtsträchtiges Jahr für die Nordenhamer. Zunächst läuten sie einen politischen Neuanfang im Rathaus ein, dann feiern sie ausgiebig das 100-jährige Bestehen ihrer Stadt.

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Am 27. Januar beendet eine vorgezogene Bürgermeisterwahl das folgenschwere und peinliche Abenteuer, in das Dr. Georg Raffetseder die Stadt geführt hatte. Um die Nachfolge des abgesetzten Stadtoberhaupts bewerben sich fünf parteilose Kandidaten. Mit einem überraschend deutlichen Vorsprung gewinnt Hans Francksen (59,2 %) die Wahl vor Dr. Claudia Nolte-Schwarting (32,5 %), Dieter Böschen-Krause (3,4 %), Peter Kania (3,3 %) und Frank-Rüdiger Halt (1,7 %).

Hans Francksen legt am 6. Februar seinen Amtseid ab. Dabei verspricht er, mit allen Fraktionen im Rat zusammenarbeiten zu wollen. Dass der neue Bürgermeister es mit dem Miteinander ernst meint, zeigt sich schon bald. Er sucht das Gespräch mit allen Gruppierungen und erhält eine einmütige Unterstützung für seine Projekte zur Wirtschaftsförderung.

Neben der Abstimmung über den Bürgermeister findet am 27. Januar die Landtagswahl statt. Dabei erlebt die SPD in Nordenham eine bittere Enttäuschung. Erstmals liegen die Sozialdemokraten (38,4 %) hinter der CDU (39,8 %). Bündnis 90/Die Grünen kommen auf 5,6 %; die FDP muss sich mit 5 % begnügen. Der SPD-Kandidat Hermann Mohrschladt (36,7 %) ist chancenlos gegenüber seinem CDU-Kontrahenten Björn Thümler (42 %), der locker den Wiedereinzug in den Landtag schafft.

Über die Wiederwahl freut sich auch Ina Korter, die 10,1 % der Erststimmen für sich verbucht und ihren Landtagssitz in der Grünen-Fraktion behält. Im Dezember meldet die Nordenhamerin einen Anspruch auf den Landesvorsitz in ihrer Partei an. Ob sie sich durchsetzen kann, wird sich am 7. Februar 2009 bei der Delegiertenkonferenz in Winsen zeigen.

Die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Stadt Nordenham haben am 2. Mai ihren ersten Höhepunkt. Bei einem Festakt mit 320 geladenen Gästen in der Friedeburg tritt der ehemalige Bremer Regierungschef Henning Scherf als Hauptredner auf. „Ich freue mich“, sagt er, „dass wir Bremer in unserer Nachbarschaft eine solche vitale Stadt haben.“ Bei der Feier überreicht der Xstrata-Geschäftsführer Dr. Rainer Menge an Bürgermeisters Hans Francksen einen Spendenscheck über 86 000 Euro. Das Geld, das mehrere Industriebetriebe beigesteuert haben, ist der Grundstock für die neue Nordenhamer Kulturstiftung.

Mit einer Vielzahl weiterer Programmpunkte setzt sich bis zum Jahresende der Reigen der Jubiläumsveranstaltungen fort. Die Bandbreite reicht von Sonderaustellungen des Kunstvereins über einen Tag der offenen Tür im Rathaus bis hin zu einem Luftballonstart, an dem sich 1200 Grundschüler beteiligen. Bei einer Tagung des Niedersächsischen Heimatbundes gratuliert am 3. Mai auch Ministerpräsident Chistian Wulff zum Stadtjubiläum.

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