Nordenham Für ihr Wahlprogramm für die Stadtratswahl am 11. September hat die Nordenhamer SPD neue Ideen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) entwickelt. So fordern die Sozialdemokraten, dass zusätzlich zum Wesersprinter eine weitere Busverbindung nach Bremerhaven eingerichtet wird – zunächst in einer Testphase. Das soll den Menschen den Besuch kultureller Veranstaltungen auf beiden Seiten der Weser erleichtern.

Modell „Nachteulen“

Die SPD will sich zudem dafür einsetzen, dass Shuttlebusse am Wochenende nachts von und nach Bremerhaven fahren – auch für den Besuch von Sportveranstaltungen. Dabei wollen sich die Nordenhamer Sozialdemokraten am Modell der „Nachteulen“ in anderen Landkreisen orientieren und treten für eine einjährige Pilotphase ein.

Einen Schwerpunkt legt das SPD-Wahlprogramm auf die weitere Innenstadtentwicklung. Dazu gehört die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum für alle und nach barrierefreien Wohnungen. „Wir legen aber großen Wert darauf, Nordenham nicht auf die Innenstadt zu reduzieren“, sagt Ulf Riegel, Spitzenkandidat auf der SPD-Nordliste.

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„Damit wir unsere Ziele erreichen können, brauchen wir weiterhin eine gute wirtschaftliche Entwicklung“, sagt Uwe Thöle, Spitzenkandidat auf der SPD-Südliste. In den vergangenen Jahren seien 900 neue Arbeitsplätze in Nordenham geschaffen worden.

Turn- und Sporthallen sollen wie bisher in allen Stadtteilen kostenlos zur Verfügung stehen. Die SPD unterstützt die Pläne des Nordenhamer Jugendparlaments für einen Outdoor-Fitness-Bereich auf dem Strandgelände.

Am Ziel, eine Bademöglichkeit am Strand zu schaffen, halten die Sozialdemokraten fest. Voraussetzung sei aber, dass sich mittelfristig Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten ergeben.

Das vom Stadtrat einstimmig beschlossene Konzept zur Entwicklung der Grundschulen soll mit modernen Standards umgesetzt werden. Die Ganztagsbetreuung in Kindergärten und Schulen soll ausgebaut werden. Ebenso tritt die SPD für die Sicherung und Aufwertung des Berufsschulstandortes Nordenham ein.

Integrationslotsen

Das bewährte Konzept der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen soll weiterhin umgesetzt werden. Auch soll intensive Flüchtlingssozialarbeit, Sprachförderung und Begleitung durch Integrationshelfer und Integrationslotsen fortgesetzt werden.

Einsparungen im Bereich der freiwilligen Leistungen für Vereine, Verbände und Einrichtungen will die SPD, so wörtlich im Wahlprogramm, „kritisch hinterfragen, weil solche das ehrenamtliche Engagement existenziell gefährden könnten.“

Die Sozialdemokraten regen die Einführung einer Nordenhamer Ehrenamts-Karte an, um das Ehrenamt zu stärken. Zudem sollte die Stadt eine sogenannte Ehrenamtsbörse einrichten.

Für Blexen möchten die Sozialdemokraten einen neuen Anlauf für ein Baugebiet nehmen. Sie hoffen darauf, dass im Vorfeld die erforderliche Zahl von Kaufoptionen erreicht wird. Das Schulzentrum am Luisenhof sei ein wichtiger Bezugspunkt für den Stadtnorden. Dazu heißt es im SPD-Wahlprogramm: „Wir sind für den Erhalt des Schulstandortes und damit auch für die zum Teil aufwendig sanierten Sportstätten wie das Hallenbad Nord. Zudem wird durch den Schulbetrieb die regelmäßige Anbindung des Stadtnordens an den ÖPNV gewährleistet.“

Das Wahlprogramm ist von einer breiten Parteibasis erarbeitet worden. Darüber haben bei drei Veranstaltungen insgesamt 60 Genossen diskutiert, teilt Nils Humboldt als Leiter des Programm-Workshops mit.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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