Betrifft: Berichte über Planungen zur Neugestaltung der Ortsmitte in Blexen im Zuge der weiteren Dorferneuerung.

Nichts konnte intensiver auf den Karfreitag einstimmen, als ein Spaziergang in der Blexer Ortsmitte am Nachmittag des Gründonnerstags. „Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dres-dens“ – so Gerhart Hauptmanns Worte beim Anblick der total zerbombten Stadt. Eine ähnliche Trauer hatte mich beim Begehen des Karrees Turnhalle-, Deich-, Kirchen- und Fährstraße mit seinem Dorfplatz zwischen der Turnhalle und dem Haus Fährstraße Nr. 8 ergriffen.

Dazu drängt sich auch noch die deprimierende Erkenntnis aus der Ratssitzung vom 11. Februar über die hoffnungslos missliche Lage Nordenhams auf. Dem Kommentar in der NWZ darüber, der analytischer und treffender nicht hätte sein können, ist nichts hinzu zu fügen – nicht unsere Stadt, sondern ihr Rat ist am Ende, trotz „Rütli-Schwur“.

Beim Thema möglicher Zusatzeinnahmen für die Stadtkasse wurde auch benannt eine Erhöhung der Dividenden der GNSG oder eine Sonderausschüttung, sonst nichts, keine weiteren Erläuterungen dazu.

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Die Gemeinnützigkeit der GNSG ist für mich durchaus diskutierbar, auch was die Aufrichtigkeit ihrer Informationspolitik anbelangt. In unserer Nordenhamer Tagespresse gab es eine bildliche Veröffentlichung des GNSG-Projekts in der Blexer Ortsmitte: der Abriss eines Altbaus und sein schnellstmöglicher Ersatz durch den Neubau zweier Wohnblöcke an gleicher Stelle. Darüber wurde nur eine kleinformatige Abbildung der Nordfassade der beiden Bauten veröffentlicht.

Diese, mit der Kirche im Rücken, hatte nur genügenden Informationswert – eine wesentlich informativere Abbildung der Südfassade stand, auch auf Anfrage, nicht zur Verfügung.

Sie wäre eine weitaus ehrlichere und informativere Darstellung über die Auswirkung der Neubauten auf das historische Panorama der Kirche gewesen. Also „Marke Eigenbau“ anbei eine Grafik von mir, kein große Sache, die ich diesem Leserbrief als Denkanstoß und für eine Beurteilung des GNSG-Vorhabens beifüge.

Die als Areal „rot“ dargestellte Situation ist eine kaum zu übertreffende Kulturschande, die verhindert werden muss, entweder durch ein Bauverbot, was eine „Dicke Hose“ erfordert oder durch den Kauf des Baugebiets durch den Stadtrat von der GNSG.

Aufgrund leerer Kassen ist der Rat aber, im Originalton des Bürgermeisters, handlungsunfähig, um auch nur irgendetwas zu tun. Und wieder einmal das deprimierende: „Nach uns die Sintflut!“

Gerd Hirche Nordenham

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