BRAKE Wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug ermittelt, wie berichtet, die Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen die Leiterin der Braker Kinderkrippe „Zwergnase“, Maike Browatzki. Ausgelöst hat die Ermittlungen die Stadt Braker, indem sie am 9. Juni Unterlagen der Krippe mit der Bitte um Überprüfung der Polizei übergeben hatte. Im Jugend-, Sport- und Sozialausschuss hat sich die Verwaltung nun am Dienstagabend zu dem Thema geäußert – im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung.

Die Mitglieder des Ausschusses haben von der Verwaltung einen dicken Packen Papier ausgehändigt bekommen. Er beinhaltet im Wesentlichen Quittungen und Rechnungen über Kosten, die im vergangenen Jahr entstanden waren, als die in der Langen Straße 276 ansässige Krippe einen Anbau errichtet hatte. Beigefügt sind außerdem verschiedene Anträge – unter anderem der auf Mittel aus dem Förderprogramm „Richtlinie Investition Kinderbetreuung“ (RIK), die der Trägerverein für den Anbau in Anspruch genommen hatte.

Bei der Finanzierung klafft gleichwohl noch heute eine Lücke von gut 13 800 Euro. Der Trägerverein von „Zwergnase“ hatte bei der Stadt den Antrag gestellt, dass diese das Defizit ausgleichen möge.

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Alleineigentümerin des Gebäudes, das die Krippe nutzt und an dem nun auch der Anbau errichtet wurde, ist Krippenleiterin Maike Browatzki. Sie vermietet das Haus an den Trägerverein.

Bei Durchsicht der Unterlagen, die den Ausschussmitgliedern am Dienstag ausgehändigt wurden und die auch der NWZ  vorliegen, waren der Stadt eine Reihe von Punkten aufgefallen, die sie für überprüfungswürdig hält. Gestolpert war die Verwaltung unter anderem über eine handschriftliche Veränderung des Mietvertrages sowie verschiedene Positionen in den Rechnungen und Quittungen.

Es gehe der Stadt nicht um die pädagogische Arbeit von „Zwergnase“, sagte am Mittwoch auf Nachfrage die zuständige Dezernentin Angelika Fischer. Und es gehe schon gar nicht darum, dass hier eine Einrichtung kaputt gemacht werden soll. Indem sie die Unterlagen zur Überprüfung der Polizei übergeben habe, habe die Verwaltung lediglich im Sinne eines sorgsamen Umgangs mit Steuergeldern ihre Pflicht erfüllt.

Nach Informationen aus Ratskreisen, die Angelika Fischer bestätigt, ist nach einer Durchsicht der Unterlagen auch die Mehrheit des Ausschusses zu dem Schluss gekommen, dass die Stadt richtig gehandelt hat.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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