Elsfleth Stiftungen sind kompliziert und sperrig. Geeignet sind sie sowieso nur für schwer Reiche, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Das sind weit verbreitete Irrtümer. Jeder kann Teil einer Stiftung werden – zumindest bei der Bürgerstiftung Wesermarsch. 2005 von Joachim Wiesensee gegründet, ist sie vielen Wesermärschlern dennoch unbekannt. Das wollen Vorstand und Stiftungsrat nun ändern.

Ziel der Bürgerstiftung Wesermarsch ist es, einer großen Zahl von Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Beiträge zum Gemeinwohl in der Wesermarsch unter einem Dach zu leisten. Dazu sind keine Vermögen notwendig, auch kleine Summen sind der Stiftung willkommen. „Jeder Euro hilft“, sagt Christoph Hartz. Gemeinsam mit Rieke Wiesensee bildet der Ovelgönner Bürgermeister den Stiftungsvorstand, Christiane Thürlings als Vorsitzende, Imke Janssen als ihre Stellvertreterin und Günther Elchlepp den Stiftungsrat. Alle arbeiten komplett ehrenamtlich.

Zwei Wege zum Ziel

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, die Bürgerstiftung Wesermarsch zu unterstützen: Spenden sowie Zustiftungen (in das Stiftungsvermögen oder als Treuhandstiftung). Erste können in Gänze oder in Teilen direkt an einen vom Spender oder von der Stiftung bestimmten Empfänger ausgegeben werden. Letztere bleiben erhalten, ausgeschüttet werden nur ihre Erträge. Ob es sich bei den Zuwendungen um Barvermögen oder Sachwerte wie Immobilien handelt, spielt keine Rolle. Erbschaften und Schenkungen sind steuerfrei, für Spenden gibt die gemeinnützige Bürgerstiftung Spendenbescheinigungen.

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Die Bürgerstiftung ist somit ein „Stiftungsmodell für jeden“, das es jedem Interessierten ermöglicht, zusammen mit anderen Stiftern und zumeist mit beschränkten Mitteln dauerhaft tätig zu werden.

Geld für die Wesermarsch

Für Stiftungsratsvorsitzende Christiane Thürlings ist es „wahnsinnig wichtig, dass die Mittel in der Wesermarsch bleiben“. Und Vorstand Rieke Wiesensee ergänzt: „Der Stifterwille ist maßgebend, ihre Fantasie grenzenlos.“ Und Christoph Hartz verspricht: „Der Bürger kann nichts verkehrt machen, wenn er uns das Geld anvertraut.“ Damit die Stiftung aber mit dem ihr anvertrauten Geld auch Gutes tun kann, muss sie wissen, wo der Bedarf ist: Imke Janssen ruft daher alle Vereine und andere Institutionen der Wesermarsch auf, Anträge an die Bürgerstiftung zu stellen.

Unterstützt werden sollen von der Bürgerstiftung ganz unterschiedliche, für die Wesermarsch wichtige Einrichtungen. Der Stiftungszweck ist bewusst breit gefasst: Seeschifffahrt, Jugend, Kultur, Bildung, Tierschutz, Umwelt und andere gemeinnützige Zwecke. Sie fördert und initiiert zudem in der Region Maßnahmen und gemeinnützige Projekte, die der Hilfe für Bedürftige oder der Integration von gesellschaftlichen Randgruppen dienen. Jüngst hat die Stiftung unter anderem das Haus Elsfleth des „Schiffahrtsmuseums“ (3000 Euro für Instandsetzungen), das Centraltheater Brake (3000 Euro für Stuhlpatenschaften) sowie die Grundschule Alte Straße (1600 Euro für einen Brennofen) unterstützt. Sollte der Bedarf an Unterstützung in Einzelfällen die Mittel der Bürgerstiftung übersteigen, sei auch eine Zusammenarbeit mit anderen Stiftungen geplant, sagt Christoph Hartz.

Werbung in eigener Sache

Mit einem neu gestalteten Faltblatt, das künftig in Banken, Rathäusern, Apotheken und an anderen öffentlich zugänglichen Orten ausgelegt werden soll, will die Bürgerstiftung auf sich aufmerksam machen. Auf der neu gestalteten Internetseite soll künftig zudem informiert werden, wann und wo sich die Stiftung vorstellen und für die gute Sache werben will.


Mehr Informationen gibt es unter   www.buergerstiftung-wesermarsch.de 
Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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