RODENKIRCHEN Die SPD und die Wählergemeinschaft Pro Stadland (WPS) werden auch in den kommenden fünf Jahre eine Gruppe im Stadlander Gemeinderat bilden. „Wir sind froh, in den vergangenen Wochen wieder zueinander gefunden zu haben“, sagten Siegmar Wollgam, SPD-Fraktionsvorsitzender, sowie der WPS-Fraktionsvorsitzende Hans Schwedt übereinstimmend. Am Dienstagabend unterschrieben sie die Vereinbarung in der Gaststätte Friesenheim.

Alles auf einem Nenner

Die beiden Parteien werden ihre bislang fünfjährige Zusammenarbeit fortsetzen. „Wir haben unsere Schwerpunkte auf den Nenner gebracht. Wir hatten nur Übereinstimmungen“, betonte Siegmar Wollgam. Er merkte noch an, dass keinerlei Themen ausgeklammert werden mussten. Die Gruppe wolle mit neuem Denken und neuen Sichtweisen starten. Der Haushalt sei das wichtigste Themenfeld. Dass die Zukunft Veränderungen mit sich bringen werde, sei allen bewusst, sagte der Sozialdemokrat.

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Sparsamkeit und einen sinnvollen Umgang mit Geld haben sich SPD und WPS auf die Fahnen geschrieben. Alle Leistungen sollen auf den Prüfstand gestellt und hinterfragt werden. Man wolle andere Prioritäten setzen und mehr auf die Belange des Bürgers eingehen, sagte Siegmar Wollgam. Die SPD setze dabei auf Zukunftsplanung und eine attraktive Infrastruktur für die Bürger.

Beim Thema Wirtschaft sehen SPD und WPS größere Potenziale brach liegen. Die Gemeinde müsste angesichts der ungenutzten Infrastruktur (Gewerbegebiete) auf mögliche Nutzer zugehen und innovativ sein. Wie Leistungsfähig die Gemeindeverwaltung sei, werde sich zeigen. „Wir haben die Möglichkeiten, diese wurden noch nicht transparent gemacht“, so Siegmar Wollgam. Unter Berücksichtigung der gemeindlichen Belange sei die Küstenautobahn (A 20) nötig, sagte er. SPD und WPS stimmten darin auch überein.

Am Ball bleiben wollen die Ratsmitglieder beim Bahnhof in Rodenkirchen. Es sei noch nicht der Zustand erreicht worden, den die Deutsche Bahn versprochen habe. Vielleicht ließe sich noch vor 2015 eine Verbesserung herbeiführen, sagte der designierte SPD-Fraktionsvorsitzende.

Wildwuchs verhindern

Im Themenkreis Energie ziehen die sieben SPD- und die beiden WPS-Ratsmitglieder an einem Strang. Energie-Vorranggebiete sollten ausgeschrieben, der Wildwuchs von Biogasanlagen vermieden werden. Die Gruppe setzt auf regenerative Energien.

Jugend und Bildung sind weitere Themenkomplexe, denen sich SPD und WPS verstärkt widmen wollen. „Das Jugendzentrum ist in der Vergangenheit stiefmütterlich behandelt worden“, merkte Hans Schwedt an. Das soll sich nach seinen Worten ändern. Die Schulen seien in einem guten Zustand, die Standorte sollten erhalten bleiben, fasste Siegmar Wollgam die Meinungen darüber zusammen. Die Gebührenfreiheit für Kindergartenplätze habe man nicht aus den Augen verloren, machte der Sozialdemokrat deutlich.

Dass auf dem Tourismus-Sektor eine Menge Potenzial in der Gemeinde vorhanden sei, betonte Siegmar Wollgam. Dieser Punkt sei künftig stärker zu betrachten. Mit professioneller Unterstützung sollte eine Freizeitkultur installiert werden. Das sei kein Vorwurf, sondern eine Erkenntnis, sagte er. Der Dorferneuerung Schwei/Seefeld sicherte er eine Zusammenarbeit zu.

Eine Optimierung des Informationssystems der Verwaltung ist angedacht. Der Ablauf sollte optimiert werden, etwa durch einen Online-Zugriff auf das Verwaltungssystem über Passwörter. Einladungen könnten besser per E-Mail verschickt werden. „Das wird langfristig Kosten sparen und Arbeitsstunden senken“, ist Siegmar Wollgam überzeugt.

  Der SPD-Fraktionsvorsitzende Siegmar Wollgam hat mit Horst Mauritschat, Torben Haats und Annette Klitscher gleich drei Stellvertreter. Der WPS-Fraktionsvorsitzende Hans Schwedt wird von Olaf Helwig vertreten. Die SPD kündigte an, mit Horst Mauritschat einen stellvertretenden Bürgermeister stellen zu wollen. Die SPD wolle noch näher an den Bürger rücken, sich auch um kleinere Probleme kümmern, sagte Horst Mauritschat.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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