Stollhamm Der Klootschießer-Kreis I Butjadingen wird keine Vorgespräche mit dem Klootschießer Kreis II Stadland über den „gemeinsamen Aufbau von tragfähigen Strukturen unter einem Dach“ führen. Das hat die Jahreshauptversammlung am Freitagabend in der Stollhammer Gaststätte Huus an‘n Siel mit großer Mehrheit beschlossen.

Kurzfristiger Antrag

Das Ehrenmitglied Ernst-Ulrich Rach, Rodenkirchen, hatte kurzfristig einen entsprechenden Antrag eingebracht. Anlass war ein NWZ -Bericht, demzufolge die sinkende Zahl der Boßler die Verbandsstruktur gefährdet. Während der längeren Diskussion verwies Robert Schröder, der Vorsitzende des Klootschießer-Landesverbandes Oldenburg, darauf, dass sinkende Mitgliederzahlen nichts Neues seien: „Das haben wir im Vorstand schon angesprochen. Wir werden das Thema über die Kreise und Vereine weiter erörtern.“

Nach der Reform der Boßel-Ligen müsse mit allen Kreisen ein Konzept erarbeitet werden. Dabei müsse auch über die Kreisgrenzen hinweg gedacht werden.

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In der Versammlung wurden unterschiedliche Stimmen laut: „Das Vereinssterben geht weiter. Wir müssen uns anpassen“, lautete eine Richtung, „Wir boßeln hier in Butjadingen und fahren doch nicht ins Ammerland“, sagten die anderen. Die Abstimmung war eindeutig: Für den Antrag gab es nur eine Stimme, 20 Anwesende votierten mit nein und 8 enthielten sich. Der Vorsitzende des Kreises II, Heinz Müller, zeigte sich zu offenen Gesprächen bereit.

Umfangreich fiel der Bericht des Vorsitzenden Siegfried Hodel, Burhave, aus. Die Zahl der Mitglieder im Kreisverband ist binnen Jahresfrist um 40 auf 1119 gesunken. Ein weiteres Thema war, dass sich die Friesensportler zu wenig am Klootschießen beteiligen – eine Selbstkritik, der auch viele Teilnehmer der Versammlung zustimmten. Hodel regte an, Hergebrachtes zu überdenken – etwa die Kreis-Klootpunktpunkte. Das Wertungsprinzip, bei dem die Masse die Punkte mache und die Leistung weniger wichtig sei, müsse überprüft werden.

Bewährt habe sich der Kreismehrkampf, bei dem zwei Vereine auf die Bahn gehen. Bei diesem Vorgehen würden weniger ehrenamtliche Helfer und Schiedsrichter gebraucht und der Leistungsgedanke bekomme mehr Gewicht, sagte Siegfried Hodel.

Aus dem Ehrenamt verabschiedet wurde Walter Abbenseth, Reitland. Seit 1986 war der jetzt 67-Jährige Boßelwart gewesen. Die Lobrede hielt sein langjähriger Mitstreiter Ewald Haase, Stollhamm. Abbenseth war immer mit dem Fahrrad zu den Wettkämpfen gefahren und hatte alles mit der Kamera festgehalten.

Hoffen auf Frost

Beim Thema Wettkämpfe beschlich die Boßler ein Sehnsuchtsgedanke: Sie hoffen für Anfang des nächsten Jahres auf klirrenden Frost, damit endlich die ersehnten Feldländerkämpfe Oldenburg gegen Ostfriesland in Stollhamm ausgetragen werden können.

Fest steht schon, dass der Klootschießer- und Boßelverein Reitland im nächsten Jahr alle Veranstaltungen des Kreises I austragen wird. Und mit großer Freude blickt der Kreisverband auch auf den nächsten Sonntag, 15. November: Dann werden die erfolgreichen Friesenspieler aus Butjadingen ab 15 Uhr im Huus an‘n Siel geehrt.

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