NORDENHAM Seit gut drei Wochen ist er Vorsitzender des Jugendparlaments Nordenham – und schon jetzt weiß er genau, was er verändern möchte, um den Jugendlichen in Nordenham ein besseres Freizeitprogramm anbieten zu können.

Tarek Larisch ist mit seinen 14 Jahren wohl einer der jüngsten Vorsitzenden, die das Jugendparlament bisher hatte. Alle zwei Jahre wird es neu gewählt. „Dieses Mal sind wir ein sehr junges Parlament“, sagt Tarek Larisch. „Die vorherigen Mitglieder sind jetzt schon teilweise in einer Ausbildung oder machen Abitur.“

In Hannover

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Trotz seines jungen Alters durfte er vor einigen Wochen als Neuntklässler mit Schülern der Schulzeitung „Aber Hallo“ für eine Woche den Landtag in Hannover besuchen. „Eigentlich ist das Projekt nur für Zehntklässler“, sagt Tarek Larisch. Aufgrund seiner besonderen Leistung im Fach Politik hat Klassenlehrer Torsten Lange ihn aber trotzdem mitgenommen.

Drei Tage durfte Tarek Larisch dem Vorsitzenden der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Björn Thümler, über die Schulter schauen. Für Tarek Larisch ist das Jugendparlament wie ein kleiner Landtag. Torsten Lange war es auch, der das Interesse des Schülers der Realschule I an Politik geweckt hat. „Politik gehört zu meinen Lieblingsfächern“, sagt Tarek Larisch. „In dem Fach habe ich meine beste Note, eine Eins“, fügt er stolz hinzu.

„Politik ist spannend“

Der 14-Jährige findet Politik besonders spannend, da sie „unsere ganze Welt regiert“. In seiner Freizeit lese er regelmäßig Zeitung, schaue Nachrichten oder informiere sich über das Internet.

Auch in der Schülerzeitung setzt er sich mit aktuellen politischen Themen auseinander. Einen Artikel hat er über die Oberschule geschrieben und derzeit plant er einen zur Atomkraftdebatte. „Die Atomkraft finde ich spannend als aktuelles Thema. Aber die Debatte ist auch sehr kompliziert. Ich kann beide Seiten verstehen“, so Tarek Larisch.

Das nächste Projekt des Jugendparlament ist der „JuPa-Rap“ am 7. Mai in der Jahnhalle. Die Organisation gehört zur Aufgabe des 14-Jährigen. Vergangenen Dienstag habe er sich schon mit den Rappern, die dort auftreten, getroffen und Gespräche geführt. Auch möchte der Schüler das Jugend- und Freizeitangebot in Nordenham verbessern. „Das alte Jugendparlament ist hauptsächlich auf die Skater eingegangen“, sagt er. „Wir wollen ein Programm, was flächendeckend für alle Jugendlichen ist.“ So möchte er das Angebot in der Jahnhalle ausbauen. Denn als Jugendlicher wisse man oft nicht, „wo man hingehen soll“.

Welchen Beruf der 14-Jährige später einmal ergreifen möchte, weiß er noch nicht so genau. Entweder möchte er Politik studieren, Nachrichtensprecher werden oder im journalistischen Bereich tätig sein. Eine Option wäre auch in die Politik zu gehen, obwohl er während des dreitägigen Praktikums bei Björn Thümler gelernt habe, dass der Beruf sehr stressig sein kann.

Das Jugendparlament vertritt die Interessen der Jugendlichen in Nordenham. Es hat 13 Mitglieder, die sich auf alle weiterführenden Schulen verteilen.

Jeweils zwei von ihnen dürfen Sitzungen der Ausschüsse für Bildung und Kultur sowie Sport und Freizeit besuchen.

Der Vorsitzende schreibt Tagesordnungen, organisiert Veranstaltungen und leitet die Sitzungen.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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