Brake Der Kampf um Kinder, die in Braker Kindertagesstätten betreut werden, hat begonnen. Angesichts rückläufiger Geburtenzahlen und sehr unterschiedlicher Betreuungswünsche der Eltern will die Stadtverwaltung künftig wesentlich schneller auf den ermittelten Bedarf reagieren. Dafür hat die zuständige Dezernentin Angelika Fischer im Jugend-, Sport- und Sozialausschuss am Dienstagabend einstimmig die Zustimmung bekommen. Der Stadtrat wird sich in der Sitzung an diesem Donnerstag – Beginn ist um 19 Uhr im Rathaus – diesem Votum anschließen.

„Wir können nicht an jedem Standort jedes Angebot vorhalten“, machte die Dezernentin angesichts des Haushaltsdefizits deutlich. Bei besonderen Wünschen könnten Eltern daher nicht mehr damit rechnen, dass diese in der nächstgelegenen städtischen Kindertagesstätte erfüllt würden. Die Stadt müsse der Verpflichtung nachkommen, vorgegebene Betreuungsstandards einzuhalten und zugleich auf eine sparsame und wirtschaftliche Betriebsführung achten.

In einem ausführlichen Vortrag erläuterte Fischer die bisherigen Änderungen in den Kindertagesstätten aufgrund der Betreuungswünsche der Eltern. Daran anschließend legte sie dar, welche Änderungen zum Kindergartenjahr 2014/2015 geplant sind. Danach soll in der Kita in der Bahnhofstraße eine der beiden Vormittagsgruppen (mit Belegung für bis zu 25 Kinder) in eine Kleingruppe mit einer maximalen Belegung von zehn Kindern reduziert werden. Außerdem soll, wie berichtet, der Hort aus Hammelwarden in diese Einrichtung verlegt werden. Die Hortgruppe kann maximal 20 Kinder aufnehmen.

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In der Kita Ostpreußenstraße soll die Ganztagsgruppe (für maximal 10 Kinder) aufgelöst und eine altersübergreifende Vormittagsgruppe von bisher 20 auf 25 Kinder ausgeweitet werden. In der Kita Gustav-Heinemann-Straße sind vorerst keine Änderungen geplant.

Karsten Langbehn (Grüne) forderte, bei der Steuerung durch die Verwaltung die jeweiligen Kita-Leitungen sowie die freien Träger mit einzubeziehen. Bei den freien Trägern sei dies schwierig, entgegnete Fischer. Diese würden „nicht alle Zahlen melden“.

Die freien Träger bekommen feste, nicht an die Auslastung gebundene Zuschüsse von der Stadt. Hans-Dieter Beck (CDU) sagte deshalb, es sei „nicht in Ordnung, dass die freien Träger ihrer Verpflichtung nicht nachkommen.“ Die Folgen des demografischen Wandels dürften nicht allein bei der Stadt abgeladen werden.

Nicole Buntrock (SPD) indes übte scharfe Kritik an der Verwaltung. Diese habe durch Weglassen eines Gruppenangebots bei der Bedarfsplanung mindestens vier Eltern bewusst abgewiesen. Dem widersprach die Dezernentin energisch: „Ich habe nichts zu verbergen“. Dies sei auch bei Einsicht in die Unterlagen deutlich geworden, ergänzte Marcel Schmikale (SPD).

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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