Burhave Kommunalpolitiker begeben sich nicht gern auf glattes Parkett. Der Bauausschuss des Gemeinderates schob die Verantwortung für die Sanierung des stumpfen Fußbodens im Rathaussaal in Burhave an den Verwaltungsausschuss weiter.

Der Verwaltungsausschuss am 1. Oktober und der eine Woche später tagende Gemeinderat sollen nun entscheiden, wie der 157 Quadratmeter große Eichenechtholz-Fußboden fachgerecht aufgearbeitet werden soll.

Hartwachsöl oder Lack

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den Parkettboden zu überarbeiten, zu versiegeln und fachgerecht zu reinigen. Nach Veranstaltungen mit besonderer Beanspruchung sollten eine außerplanmäßige Reinigung vorgenommen werden und die Kosten der Nutzer tragen. Die Preise für die Sanierung hat die Gemeinde bei zwei Fachfirmen erfragt. Mit Hartwachsöl werden 7200 Euro fällig, mit Lack 7600 Euro.

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Bürgermeister Axel Linneweber meinte: „Wenn man die Endreinigung aus der Hand gibt, weiß man nicht, mit welchen Mitteln sie erfolgt. Die Reinigungskosten sollten auf die Saalmiete aufgeschlagen werden.“ Kleine Vereine könnten diese Kosten nicht aufbringen, wandte Ratsherr Ralph Krümpelmann (CDU) aus Burhave ein. Dazu wäre seiner Einschätzung nach wohl nur der Karnevalsverein Tataa in der Lage.

Der Leiter des Amtes Zentrale Dienste in der Gemeindeverwaltung, Joachim Wulf, berichtete, dass nach der Nutzungsverordnung der Gemeinde die Schulen und Vereine keine Gebühren bezahlen müssen. Für private Feiern werde eine Saalmiete von 380 Euro erhoben.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung fand keine Mehrheit, ebenso nicht der Antrag des Ratsherrn Jürgen Sprickerhof (Grüne) aus Tossens. Dessen Antrag entsprach dem der Verwaltung plus der Festlegung auf den Einsatz von Hartwachsöl. Mit drei Ja- und vier Nein-Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.

Vier Ja- und drei Nein-Stimmen gab es dann für den Antrag des Ratsherrn Jochen Kiebitz (FDP) aus Stollhamm. Demnach soll die Verwaltung bis zur Verwaltungsausschusssitzung die Kosten ermitteln und mit den Nutzern des Saales sprechen. Für Jochen Kiebitz‘ Parteifreundin Uta Meiners aus Stollhamm ein Unding: „Ich möchte nicht den Sportverein fragen, ob er hier Wachs oder Lack drauf haben möchte.“

Repräsentativer Raum

Der Bürgermeister bittet die Ratsmitglieder, bei ihrer Entscheidung zu bedenken, „dass wir uns in dem Saal in einem repräsentativen Raum der Gemeinde befinden“. Neben Ausschuss- und Ratssitzungen sowie Vereinsversammlungen finden im Ratssaal Ehrungen wie die Verleihung der Goldenen Krabbe, Veranstaltungen im Rahmen der Kunst- und Kulturwoche Gezeiten, Bürgerversammlungen und Tourismustage statt. Genutzt wird der Raum des weiteren für Pilates-Kurse, Übungsabenden von Tanzgruppen sowie private Feiern.

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