Brake Der Blick in die Zukunft ist zwar stets spekulativ. Und doch müssen jetzt schon Weichen gestellt werden, weil sich die Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse weiter wandeln werden. Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? In der Kreisstadt soll ein Strategiepapier „Brake 2030“ erstellt werden, um entsprechende Schritte einleiten zu können. „Daran sollten alle Bürger von Anfang an mitwirken können“, betonen die vier Mitglieder der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Doch die Verwaltung hat sich anders entschieden.

Die Vision „Brake 2030“ mit Leben zu füllen und Szenarien für ein Strategiepapier auszuarbeiten, hat sich die Braker Stadtverwaltung vorgenommen und bereits die vier Arbeitsgruppen „Lebendiges Mittelzentrum“, „Familienfreundlichkeit“, „Demografische Entwicklung“ und „Wirtschaftsstandort“ ins Leben gerufen. Eine Lenkungsgruppe sei gebildet worden, der von der Verwaltung Michael Kurz, Torsten Tschigor und Uwe Schubert sowie von den Stadtratsfraktionen Marco Schellstede (Grüne), Reiner Gollenstede (WGB/FDP), Marcel Schmikale (SPD) und Jonas Ising (CDU/Ising-Gruppe) angehören, so Hans-Otto Meyer-Ott. Nach dem Vorschlag der Verwaltung sollen in den Arbeitsgruppen Ziele formuliert und Denkanstöße gegeben werden. Erste Ideen sollen nach den Worten von Kirsten Günther in der Sitzung des Ausschusses für Sport, Kultur und Tourismus am Donnerstag, 5. September, vorgestellt werden.

Um die Arbeitsgruppen arbeitsfähig zu halten, sollen diese auf zehn Mitglieder begrenzt sein. Die Grünen wollen laut Dragos Pancescu in allen Arbeitsgruppen mitarbeiten, die auch allen anderen Ratsmitgliedern offen stünden. Nur eben noch nicht für interessierte Bürger. „Wenn die Bürger nicht von Beginn an beteiligt werden, machen viele nicht mit“, fürchtet Dragos Pancescu. Der Prozess könne nur gelingen, wenn alle mitmachten. „Die Bevölkerung muss es leben“, sagt Kirsten Günther.

Wer eine große Akzeptanz möchte, benötigt eine große Beteiligung, meinen die Grünen. „Unser Ansinnen ist, dass kein elitärer Club tagt und beschließt, wie die Zukunft aussieht, sondern alle. Transparenz und Bürgerbeteiligung dürfen nicht zur Diskussion stehen“, merkt Marco Schellstede an und mahnt zur Offenheit.

Wie die Grünen nach einem Gespräch mit Bürgermeister Michael Kurz anmerken, soll ein 30-seitiges Grundsatzpapier öffentlich ins Internet gestellt werden. Interessierte könnten Vorschläge bei den Grünen oder im Rathaus einreichen. Lebendiges Mittelzentrum, Teilnehmer unter anderem: Ärzteschaft, ÖPNV, Bildung, Kultur, Freizeit; Familienfreundlichkeit: Kitas, Grundschulen, Kirchenvertreter, Familienservicebüros, Kinderschutzbund;
 Demografische Entwicklung: Braker Wohnbau, Brake-Verein, Telekom/EWE, Landkreis Wesermarsch; Wirtschaftsstandort: Wirtschaftsförderung, Handwerkskammer, Einzelhandel, Brake-Verein, Unternehmen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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