Politik
Stadtrat reagiert auf neue Situation

Eine Fläche an der Ladestraße war zunächst vorgesehen. Jetzt könnte auch an der Gartenstraße neu gebaut werden.

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Brake Eigentlich war schon alles geklärt: Das Montessori-Kinderhaus St. Marien an der Gartenstraße 3 in Brake sollte umziehen. An der Ladestraße sollte in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde Brake eine viergruppige Kindertagesstätte neu gebaut werden. Das wollte der Stadtrat bei seiner Sitzung am Donnerstagabend auch beschließen. Doch dazu kam es nicht. Die Sachlage hat sich nämlich plötzlich geändert.

Der Ratsvorsitzende Hans-Dieter Beck (CDU) teilte mit, dass eine Alternative noch nicht bekannt gewesen sei und regte im Interesse aller Beteiligten an, das Thema von der Tagesordnung zu nehmen. Die katholische Kirchengemeinde, der Förderverein, die Eltern der Kinder und auch das bischöfliche Offizialat in Münster hätten noch nicht ausreichend Gelegenheit dazu gehabt, sich mit der neuen Situation zu befassen. Der Vorsitzende des Kindergarten-Fördervereins, Ronald Arping, bedankte sich beim Rat. Man werde alles tun, damit Anfang Dezember ein Ratsbeschluss gefasst werden könne, sagte er.

Wie Ronald Arping auf Nachfrage mitteilte, sei bis vor kurzem nicht bekannt gewesen, dass eine Fläche an der Gartenstraße zum Verkauf stehe. Bezüglich des geplanten Neubaus an der Ladestraße merkte er an, dass man skeptisch gewesen wäre, eine so große Kindertagesstätte mit geschätzten Baukosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro zu errichten. „Wir als Eltern wollen das Montessori-Konzept weiter tragen“, sagte er. Und es sei gut, dass es jetzt die Möglichkeit gebe, an der Gartenstraße doch etwas machen zu können.

Das „Go“ für den Neubau an der Ladestraße stand nach Ronald Arpings Worten bis zum Juli fest. Erst vor wenigen Wochen habe sich eine weitere Möglichkeit für einen Neubau aufgetan. „Wir werden die drei Monate bis Dezember nutzen, um alles zu prüfen“, betonte er. Räumlichkeiten für drei Gruppen seien auf jeden Fall gewünscht.

 Während dieser Beschlussvorschlag von der Tagesordnung genommen wurde, sind die Würfel für eine dreigruppige Kindertagesstätte in Golzwarden mit einer Kindergartengruppe (25 Plätze), einer Integrationsgruppe (18 Plätze) und einer Krippengruppe (15 Plätze) – bei zwei Gegenstimmen – mehrheitlich gefallen. Während Arno de Wyl (FDP) den aktuellen Bedarf in Frage stellt und Reiber Gollenstede (UWG) nur einen zweigruppigen Kindergarten befürwortet, „Wir müssen vorsichtig kalkulieren“, sagte er, sprachen sich Daniel Stellmann (CDU), Marcel Schmikale (SPD), Jan Marten Kalus (CDU), Rebecka Schau (SPD) und Claus Plachetka (CDU) für den Bau der Kindertagesstätte aus. Sowohl Stellmann als auch Schmikale sprachen von einer „sinnvollen Planung der Verwaltung“. Golzwarden werden aufgewertet, so Schmikale. Die Verwaltung habe einen guten Job gemacht, merkte Kalus an. Dass die Warteliste für Kinder in Brake-Nord ziemlich lang sei, erwähnte Schau. Von einer „Investition in die Zukunft“, sprach Plachetka.

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