Brake Sommerlounge und Vadditach sind nur zwei Beispiele für Veranstaltungen, die alljährlich viele hundert Menschen an die Brake Kaje locken. Um diese mit Speisen und Getränken, aber auch mit Musik und Licht zu versorgen, muss bisher immer improvisiert werden. Anschlüsse sind in dem Bereich knapp, Kabel und Leitungen müssen immer wieder neu verlegt werden.

Diese Situation hatte die SPD im Blick, als sie im August 2018 einen Antrag zur Verbesserung der Infrastruktur an der Stadtkaje gestellt hat. Doch viel wird sich da wohl nicht tun. Das teilte Fachbereichsleiter Rainer Hinrichs im jüngsten Bauausschuss mit – unter Mitteilung der Verwaltung. Doch nicht allein, dass dieser Punkt kein eigener Tagesordnungspunkt war, erzürnte Antragssteller Heinz-Werner Horstmann (SPD), sondern auch, dass die Antwort auf den im August gestellten Antrag so lange auf sich warten ließ. Vor allem aber war es der Inhalt: Niedersachsenports und II. Oldenburgischer Deichband hätten sich „vehement gegen Wasserleitungen ausgesprochen“, ließ Hinrichs den Ausschuss wissen. Einzige Möglichkeit einer Verbesserung sei eine bessere Positionierung des Hydranten zur Frischwasserentnahme.

Nicht nur das Ergebnis an sich ärgerte Horstmann, sondern vor allem der Umstand, dass der SPD vor Antragstellung andere Signale gegeben worden seien. So hatte N-Ports etwa mitgeteilt, dass „keine Einwände gegen das Vorhaben bestehen“.

Hinrichs erläuterte der NWZ auf Anfrage, dass sich bei Gesprächen, die die Stadt im Dezember geführt hätten, ganz klar ergeben habe, dass „keine weiteren Fremdkörper in den Deich“ eingebracht werden dürften. Er kündigte an, das Thema in der nächsten Bauausschusssitzung als ordentlichen Tagesordnungspunkt behandeln zu wollen. Dass dies bisher nicht geschehen ist, hatte Horstmann in seiner Stellungnahme kritisiert. „Der Umgang mit Vertretern des Rates in diesem Fall ist despektierlich und nicht würdig einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.“

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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