Brake Grundlage für Gesprächsstoff bot während der Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr der Antrag der Grünen, die Artenvielfalt in Brake zu erhöhen und das Insektensterben zu stoppen.

Der Neun-Punkte-Antrag enthielt unter anderem den Verzicht auf Totalherbizide wie Glyphosat und die Umstellung auf LED-betriebene Straßenbeleuchtung. Alles Punkte, die bereits umgesetzt würden, wie Daniel Stellmann (CDU) auf Grundlage des Verwaltungsentwurfs betonte. Ein „Ja“ zum Antrag lehnten er und die Ausschussmehrheit aus grundsätzlichen Erwägungen ab: „Wir müssten hier Feldbetten aufstellen, wenn wir auch das beschließen, was eh schon gemacht wird.“

Auch Hans-Otto Meyer-Otts (Grüne) Vorhaben, Einfluss auf die Gestaltung der Vorgärten zu nehmen, sorgte für erheblichen Widerstand: „Den Bürgern die Gestaltung ihrer Vorgärten vorzuschreiben, halte ich für übertrieben“, erklärte Marcel Schmikale (SPD), der den Grundgedanken des Antrags über Artenschutz dennoch begrüßte. Hans-Dieter Beck (CDU) wurde noch deutlicher: „Völlig unbegreiflich“ sei für ihn das Vorhaben eines Gestaltungsplans. „Es ist ein Unding zu glauben, dass sich alles durch Vorschriften regeln lässt.“

Zwar argumentierte Meyer-Ott, dass es sich bei dem „Artenvielfaltprogramm um eine Handlungsgrundlage für die Zukunft“ handle und die Gestaltungssatzung „eine Orientierung für die Bürger“ sei. Doch auch das führte nicht zum Erfolg: Der Antrag wurde abgelehnt. Lediglich der Grünen-Politiker stimmte dafür. Entsprechend fiel dessen Reaktion aus. „Ich bin sehr unzufrieden über den Umgang der Politik mit diesem Thema.“

Svenja Gabriel-Jürgens Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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