Brake Der Neubau einer Kindertagesstätte in Golzwarden wird rund 1,775 Millionen Euro kosten. Ein Fachplaner habe die ersten Berechnungen der Stadt weitgehend bestätigt und sei lediglich auf eine Differenz von 6000 Euro gekommen, berichtete Fachbereichsleiter Uwe Schubert dem Ausschuss für Schule, Jugend und Kindertagesstätten in dessen jüngster Sitzung. In Golzwarden ist eine Einrichtung mit zwei Kindergartengruppen (25 Plätze und 18 Plätze für eine Integrationsgruppe (sowie einer Krippengruppe (15 Plätze) geplant.

Unklar ist indes nach wie vor, ob die Stadt mit Geld für den Kindergartenbereich vom Land rechnen kann. Bisher gebe es dafür keine Richtlinie so Schubert. Und damit sei auch eine mögliche Förderung offen. Die Landesförderung für die Krippengruppe ist hingegen sicher.

Das Problem: Für die Stadt drängt die Zeit. Soll die Einrichtung in direkter Nachbarschaft zur Grundschule Golzwarden wie geplant im Oktober 2020 fertig sein, müssen die Ausschreibungen raus. Beginnt sie die Maßnahme aber vor einem Förderantrag, gibt es kein Geld aus Hannover. Wartet die Stadt aber weiter mit der Ausschreibung, könnte der Bau angesichts stark steigender Baupreise deutlich teurer werden. Diese Erfahrung hat die Stadt Elsfleth bereits machen müssen, die ihrerseits nun mit dem Bau einer Kindertagesstätte begonnen hat.

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Offen ist auch, wie hoch eine solche Förderung sein würde. Die in Aussicht gestellten 7200 Euro pro Kindergartenplatz (309 600 Euro) werden es aber kaum sein. Das Geld sollte aus Haushaltsresten des Landes kommen, ursprünglich waren dafür landesweit 20 Millionen Euro vorgesehen. Teilt man diese nur durch die 37 Landkreise, blieben für jeden nur rund 540 000 Euro übrig – und die würden dann gegebenenfalls auf die Kommunen verteilt.

Nun hofft man, dass es bis zur Sitzung des Stadtrates am 20. Juni (19 Uhr, Rathaus) klare Signale aus Hannover oder vom Städtetag gibt. Ansonsten muss die Politik entscheiden, ob auch ohne Fördermittel für den Kindergartenbereich mit dem Bau begonnen wird. Im städtischen Haushalt ist die Maßnahme ohne Zuschuss aus Hannover für diesen Bereich eingeplant. Sollte das Geld fließen, hätte die Stadt mehr Puffer für ein anderes Millionenprojekt: Neubau von Grundschule Harrien und Kita an der Ladestraße.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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