Berne Die Gemeinde Berne unternimmt einen neuen Anlauf, die Industriestraße auszubauen. Ein letzter Versuch war 2011/12 gescheitert, weil die seinerzeitigen Anlieger nicht bereit waren, einen finanziellen Beitrag zu leisten.

Nachdem aus Reihen der Unternehmen nun ein erneuter Vorstoß zum Ausbau erfolgte, hat die Gemeindeverwaltung noch einmal nachgefragt: „Die Mehrheit der Betriebe ist bereit, Erschließungsbeiträge zu entrichten“, teilte Michael Heibült im jüngsten Ausschuss für Gemeindeentwicklung mit. Die Betriebe hätten sich darin für einen Vollausbau ausgesprochen.

Da allerdings nicht alle Unternehmen ihr Ja signalisiert hatten, holte sich die Verwaltung Rückendeckung von der Politik. „Wir beginnen das nur, wenn wir das auch durchziehen“, betonte Fachbereichsleiter Michael Heibült zu den bevorstehenden Planungen. Er machte im Ausschuss weiter klar: Wer dem Ausbau des Restes der Indus-triestraße – und damit einer Kostenbeteiligung – nicht vertraglich zustimme, werde einen Kostenbescheid der Gemeine erhalten.

Nach Auskunft von Heibült stehen die 2011 für den verkehrsgerechten Ausbau der Industriestraße von der Einmündung Motzener Straße bis zum Wendehammer zugesagten EU-Fördermittel nicht nur weiter zur Verfügung, die Förderquote wurden sogar von 30 auf 50 Prozent der Gesamtkosten angehoben. Diese sollen für den Ausbau der noch zu sanierenden Strecke bei rund 2,3 Millionen Euro liegen. Bei einer 50-prozentigen Förderung würden demnach noch 1,035 Millionen auf die Anlieger umgelegt, 115 000 Euro muss die Gemeinde zahlen.

Der Ausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, den verkehrsgerechten Ausbau der Industriestraße mit Mitteln aus dem Förderprogramm EFRE zu beantragen. Die Verwaltung muss sich allerdings sputen: Der Antrag muss bis Anfang Oktober eingereicht werden. Dafür soll aber auch zügig gebaut werden: Im kommenden Jahr soll die Industriestraße in Angriff genommen werden.

Markus Minten
Redaktionsleitung Brake
Redaktion Brake

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