Berne Der Stedinger Turnverein von 1861 möchte eine Beachvolleyballanlage neben dem Bolzplatz an der Sporthalle Berne errichten. Weil die finanziellen Mittel des Vereins begrenzt sind, wurde jetzt im Finanzausschuss der Gemeinde Berne ein Antrag gestellt, dieses Vorhaben mit 10 000 Euro zu unterstützen. Auch um Zusicherung der Grundstücksnutzung wurde in dem Antrag gebeten.

Volleyball am Strand

Dass ein Zuschuss in dieser Höhe nicht gewährt werden könne, merkte Karl-Ernst Thümler (CDU) an. Über einen Pachtvertrag ließe sich reden. Lars Steenken (SPD), der die „Grundüberlegung“ des Vereins begrüßte, stimmte dem CDU-Kollegen Thümler zu: „Ich sehe da auch keinen Zuschuss“, betonte er. Vom Bürgerforum Berne hieß es seitens Ulrich Lehmkuhl: „Mit einem Pachtvertrag können wir uns anfreunden. Aber der Zuschuss ist zu hoch.“

Während CDU, SPD und Bürgerforum zumindest das Projekt guthießen, lehnte es Bündnis 90/Die Grünen komplett ab. Ratsherr Hauke Uphoff-Bartelds merkte an, dass Beachvolleyball doch eine Sommersportart sei und am Strand gespielt werden könnte. Bei der Beschlussempfehlung sprachen sich acht Ausschussmitglieder, gegen die Stimme der Grünen, dafür aus, einen Pachtvertrag abschließen zu können. Einstimmig wurde abgelehnt, das Vorhaben mit 10 000 Euro zu unterstützen.

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Auch ein Antrag der Spielvereinigung Berne auf Zuschuss zu den monatlichen Betriebskosten der Umkleide- und Duschräume wurde abgelehnt. „Wir sollten uns nicht beteiligen“, sagte Lars Steenken. Die Gemeinde schiebe noch einen Schuldenberg vor sich her. Da sei es nicht zu vertreten, dass sich die Gemeinde an den Betriebskosten beteilige.

Geld für Kunstrasen

Die Gemeinde Berne unterstützt die Spielvereinigung bereits mit einer Zuwendung für den Kunstrasenplatz in Höhe von 12 000 Euro. So jedenfalls hieß es in der Sitzung des Finanzausschusses. Wie aus dem Antrag zu entnehmen ist, beträgt die Tilgung, die die Spielvereinigung für den Platz aufbringt, jährlich 13 818 Euro. Karl-Ernst Thümler schlug vor, dass die Gemeinde die Tilgungsrate komplett übernehmen sollte.

Tilgung übernehmen

Der allgemeine Antrag der Spielvereinigung wurde abgelehnt. Mit acht Ja-Stimmen und einer Enthaltung wurde die Beschlussempfehlung gefasst, die Tilgungskosten bis zum Ende der Vertragslaufzeit zu übernehmen. Dem immer wieder im Raum stehenden Vorwurf, die Spielvereinigung Berne werde ungerecht behandelt, traten die Ausschussmitglieder und die Verwaltung vehement entgegen. Es gebe Vereine in der Gemeinde, die sogar ohne finanzielle Unterstützung auskämen. Andere Vereine würden die Betriebskosten für ihre eigenen Anlagen zahlen, hieß es.

„Auf nach Berne“

Über einen Antrag der Grünen, den Verena Delius vortrug, wurde ebenfalls angeregt diskutiert. Sie versprach ein außergewöhnliches Ereignis unter dem Arbeitstitel „Auf nach Berne“ für diesen Herbst. Das sei etwas absolut Neues, betonte sie. Die historische Bedeutung Bernes sollte in vielen Workshops unter Beteiligung der Öffentlichkeit und der Vereine herausgestellt werden. Mit Hilfe des Teams „Opus 100“ sollte eine Identifizierung mit der Gemeinde gelingen. Die Arbeiten würden nach den Sommerferien beginnen und mit einer Hauptveranstaltung im November abschließen. Um das außergewöhnliche Kulturereignis veranstalten zu können, seien 25 000 Euro erforderlich.

25 000 Euro eingeplant

Lars Steenken sprach von einer „tollen Idee und einem tollen Projekt“. Es mache Lust auf mehr, man sehe aber nicht die finanzielle Unterstützung. Auch Karl-Ernst Thümler sprach von einer guten Idee. Man sollte versuchen, Fördermittel zu bekommen. Auch Ulrich Lehmkuhl betonte, dass aber die 25 000 Euro nicht machbar seien.

Kulturprojekt fördern

Hauke Uphoff-Bartelds und Verena Delius warben für das Projekt. „Es muss eine Initialzündung von der Gemeinde kommen. Es gibt noch etwas anderes als Sportvereine. Es gibt noch eine andere Welt“, führten sie aus.

Das Ansinnen fand Anklang. Die Gemeinde würde ihre Unterstützung aber anders zum Ausdruck bringen. Mit acht Ja- bei einer Gegenstimme wurde die Beschlussempfehlung gefasst, Sachmittel für das Kulturereignis zur Verfügung zu stellen.

Der Gemeinderat schloss sich bei seiner anschließenden Sitzung den Beschlussvorschlägen an.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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