Berne Der Ausbau des Breitbandnetzes in der Gemeinde Berne wird fortgesetzt: Die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung waren sich am Dienstagabend im Berner Ratssaal einig, dass die 398 privaten und 20 gewerblichen Adressen, die momentan noch unterversorgt sind, in einer voraussichtlichen Bauphase von Oktober 2020 bis Ende 2023 mit dem nachhaltigen und hochleistungsfähigen NGA-Breitbandnetz versorgt werden sollen.

Der Ausbau wird zu rund zwei Dritteln vom Bund finanziert. Der Landkreis Wesermarsch und die Kommunen teilen sich die Deckungslücke hälftig. Für Berne würde das im Klartext bedeuten: Bei einem Ausbaugrad von 95 Prozent würden der Gemeinde Kosten in Höhe von etwa 400 000 Euro entstehen. Pro Kalenderjahr also zirka 133 000 Euro.

Kreispolitik entscheidet

Noch vor der Abstimmung informierte Bernes Bürgermeister Hartmut Schieren-stedt: „Die Bürgermeister aller Städte und Gemeinden in der Wesermarsch haben bereits den Antrag gestellt, dass der Landkreis zwei Drittel der Kosten trägt und die Kommunen nur ein Drittel.“ Wenn dieser Antrag abgenickt werden würde, könnte die Gemeinde etwa 65 000 Euro sparen. „Darüber muss jetzt die Kreispolitik entscheiden“, so Schierenstedt.

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Warum nur 95 Prozent der Adressen berücksichtigt werden, konnte Matthias Sturm vom Landkreis Wesermarsch erklären. „Es ist eine Empfehlung von unserer Seite, da die übrigen fünf Prozent der Adressen die Kosten nach oben explodieren lassen würden.“ Die „teuren Adressen“ lägen teils so ungünstig, dass ein einzelner Anschluss einen bis zu sechsstelligen Betrag verschlingen würde. Obwohl angemerkt wurde, dass schon ab 2025 jeder Haushalt von Gesetzes wegen einen Anspruch auf das Breitbandnetz haben könnte, votierten die Vertreter der Fraktionen einstimmig für den Beschluss – und damit für den 95-prozentigen Ausbau.

Ausschuss-Vorsitzender Eike Rulfs sprach im Anschluss über das Thema „Stadtumbau West Berne“. Der Rat hatte im Juni 2017 beschlossen, den historischen Ortskern an der Kulturmühle umzugestalten. Das ursprünglich geschätzte Budget von 310 000 Euro hat sich nun durch kostenintensivere Planungsleistungen um 35 000 Euro erhöht. 90 Prozent der Summe werden gefördert.

Hecken nur zweireihig

Es wurde erläutert, dass bei der Heckenbepflanzung und der Pflasterung der Parkflächen Geld gespart werden könnte. Während die Hecken nun nur zweireihig gepflanzt werden, waren sich die Fraktionen einig, dass das Pflastermaterial „Via Silenta“ für ein einheitliches Bild im Ortskern beibehalten bleiben sollte.

Tobias Göttler Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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