Lemwerder „Wir werden nicht zustimmen, wenn an den Verträgen der Mitarbeiter des Betriebshofes irgendetwas geändert wird!“ Klare Worte von SDP-Fraktionschef Meinrad M. Rohde im Geschäftsordnungsausschuss der Gemeinde Lemwerder am Donnerstagabend, als das brisante Thema „Entwicklung des Betriebshofes“ auf der Tagesordnung stand. Diese Äußerung hatte den Beifall der über 40 Gäste zur Folge.

Unruhe und Ängste waren entstanden, nachdem die Verwaltungsspitze eine interkommunale Zusammenarbeit mit den Gemeinden Ganderkesee und Hude sowie dem OOWV im Zweckverband Kommunalservice Nordwest ins Gespräch gebracht hatte. Dies hätte das Ende des Betriebshofes zur Folge gehabt und für die Angestellten eine ungewisse Zukunft bedeutet.

Von diesem Ziel ist aber die Verwaltung um Bürgermeisterin Regina Neuke wieder abgerückt. Wohl auch, weil alle Fraktionen im Ausschuss verdeutlichten, dass sie auch in Zukunft einen eigenständigen Betriebshof in Lemwerder haben wollen.

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Einig waren sich die Mitglieder darüber, dass deutlich werden muss, welche Aufgaben von den Mitarbeitern des Betriebshofes erbracht werden und wo es noch Reserven gibt. Es gebe noch kein Instrument zur Steuerung. Das Controlling sei die größte Schwäche, sagte Regina Neuke. „Es muss überlegt werden, wo wir was ändern können“, meinte Rohde. 

Harald Schöne (FDP) sprach sich für eine zeitnahe Bestandsaufnahme aus, um dann Maßnahmen zu treffen und den Menschen die Angst zu nehmen. Brigitta Rosenow (Die Grünen) wollte wissen, warum das Thema Betriebshof überhaupt angefasst worden ist und wo es hakt. Eine klare Antwort blieb aus.

Alle Fraktionen teilten die Auffassung der Verwaltung, eine Bestandsaufnahme zu erstellen, mit dem Ziel der Einführung einer bedarfsgerechten Kosten- und Leistungsrechnung. Nur dann könnten auch die Arbeiten, die die Mitarbeiter des Betriebshofes zum Beispiel beim Bau des Jugendtreffs geleistet hätten, erfasst und bewertet werden.

Einen Moment lang emotional wurde es, als Wolf Rosenhagen (CDU) beantragte, auch anscheinend vorhandene Störungen in der Zusammenarbeit von Betriebshof und Verwaltung in die Bestandsaufnahme einzubeziehen. Das fand aber keine Zustimmung bei den Ausschussmitgliedern. Eventuelle Störungen sollten im direkten Gespräch und nicht in der Öffentlichkeit erörtert werden, meinte Rohde.

Bestandsaufnahme und daraus resultierende Konsequenzen können wohl nicht von der Verwaltung geleistet werde, meinte Regina Neuke. Die Tendenz geht dahin, sich von außen Hilfe zu holen.

Fried-Michael Carl Berne/Lemwerder / Redaktion Elsfleth
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