Brake Jadwiga Wohlers hatte über diesen Schritt lange nachgedacht. Schließlich wollte sie ihre polnische Staatsbürgerschaft nicht aufgeben. Mittlerweile hat sich die Gesetzeslage in ihrem Geburtsland geändert. Und so hat die Lemwerderanerin nun auch noch einen deutschen Pass.

Die Einbürgerungsurkunde liegt Jadwiga Wohlers schon seit November vor. Daraus hatte sie jedoch ein Geheimnis gemacht. Den obligatorischen Deutschkursus hatte sie bereits besucht, 600 Stunden sind angesetzt, und auch den Einbürgerungstest bestanden. Ihren Ehemann Carsten Wohlers und Sohn Robert Karol wollte sie aber zu Weihnachten mit der Urkunde überraschen. „Das ist mir gelungen“, freute sie sich jetzt beim herzlichen Willkommensempfang im Kreishaus am Mittwoch.

Landrat Thomas Brückmann begrüßte acht Neubürger mit ihren Familien zum zweiten Empfang dieser Art. Der erste Empfang hatte im September 2015 stattgefunden. Seitdem gab es laut Thomas Brückmann 45 Einbürgerungen. Mitarbeiterinnen der Ausländerbehörde hätten den Anstoß zu einem offiziellen Empfang gegeben. Der Landrat bedankte sich daher bei Marion Kobs, Sigrid Ellinghausen und Susanne Ripken sowie bei Jasper Vogt von der Musikschule Wesermarsch, der zwei Lieder auf seiner Gitarre spielte.

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Die Liste der Herkunftsländer ist lang. Neubürger kommen unter anderem aus Tunesien, Thailand, Rumänien, Indien, Syrien, Vietnam, Kuba, Schweiz und Venezuela. „Die Willkommenskultur in der Wesermarsch hat eine lange Tradition“, sagte der Landrat. Man sei immer weltoffen gewesen. „Wir nehmen Sie gerne auf. Beteiligen Sie sich aktiv an der demokratischen Willensbildung.“ Unter den derzeit rund 88 000 Einwohnern befänden sich 6512 Mitbürger mit ausländischen Wurzeln. Das seien 7,4 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Dragos Pancescu, Vorsitzender Kreistagsarbeitsgruppe Integration/Migration, gratulierte den Neubürgern ebenfalls. Sie seien angekommen in der Wesermarsch, würden ein Signal setzen und ihre Fähigkeiten und Talente in der neuen Heimat einbringen. Auch rief er dazu auf, das Wahlrecht zu nutzen, für das viele Menschen auf der Welt kämpfen müssten. „Und vergessen Sie ihre Wurzeln nicht“, sagte er.

Ihre Wurzeln wird Jadwiga Wohlers nicht vergessen. Und integriert ist sie seit vielen Jahren. Sie spielt unter anderem Geige und ist im Posaunenchor aktiv. „Bei der Kommunalwahl bin ich erstmals Wahlhelferin“, freut sie sich.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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