Nordenham „Die Fahrräder, die unsere Werkstatt verlassen, sind in einem Topzustand und völlig verkehrssicher. Das muss niemand mehr kontrollieren“, freut sich Fred Memenga. Das Lob und der Dank des Vorsitzenden der Nordenhamer Bürgerhaus-Stiftung gilt Günter Tönjes. Der 77-jährige Zweiradmechanikermeister engagiert sich seit einem Jahr ehrenamtlich in der Fahrradwerkstatt des Bürgerhauses.

Sieben oder acht gebrauchte Fahrräder, die von Profi Günter Tönjes wieder in Schuss gebracht wurden, verlassen pro Woche die Werkstatt. Glückliche und dankbare Empfänger sind vor allem in Nordenham und Umgebung untergebrachte Flüchtlinge, aber auch Arbeitslose und Angehörige von sozialschwachen Familien, berichtet Fred Memenga.

Der Bedarf sei nach wie vor groß. Derzeit gibt es eine Liste mit auf ein Fahrrad wartenden Flüchtlingen. „Für ihre Mobilität hat das Fahrrad eine große Bedeutung. Es ermöglicht ihnen, die Umgebung zu erkunden und einfacher zu Terminen wie Sprachkursen zu gelangen“, erläutert der Vorsitzende der Bürgerhaus-Stiftung.

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Die Fahrradwerkstatt ist neben Arbeitslosenzentrum und Nordenhamer Tafel eine von drei Einrichtungen im Bürgerhaus, dessen Träger die Stiftung ist. Fahrräder werden dort bereits seit über 20 Jahren repariert. Zehn Jahre lang wurden in der Werkstatt rund 150 Jugendliche für handwerkliche Berufe qualifiziert. Das wird aufgrund eines neuen Konzepts der Arbeitsagentur nicht mehr gefördert und musste deshalb aufgegeben werden.

Dass er mit Günter Tönjes einen Fachmann für die Fahrradwerkstatt gewinnen konnte, darüber ist Fred Memenga (beide machten 1962 gemeinsam die Meisterprüfung) überaus glücklich. Günter Tönjes hat den Berufs des Zweiradmechanikers erlernt und hat in der dritten Generation von 1962 bis 1969 das Fahrradgeschäft seines Großvaters und seines Vaters geführt. Dann wechselte er zu Gebrüder Müller in die Autobranche.

Ehrenamtlich engagiert sich Günter Tönjes gemeinsam mit Ehefrau Karin bereits seit Jahrzehnten unter anderem bei den Nordenhamer Sportschützen sowie durch die Übernahme von Patenschaften für Flüchtlinge aus aus Vietnam und für Aussiedler aus Kasachstan.

Bei den von Günter Tönjes auf Vordermann gebrachten Fahrrädern handelt es sich vornehmlich um Spenden von Bürgern. Die können gut erhaltene „Drahtesel“ und auch defekte Fahrräder, deren Reparatur sich aber noch lohnt, montags bis freitags jeweils zwischen 8 und 13 Uhr ins Bürgerhaus bringen. Aus der Fahrradwerkstatt des Bürgerhauses an ihre neue Besitzer ausgelieferte Fahrräder können aber nicht zur neuerlicher Reparatur zurück gebracht werden. „Wir wollen den Fahrradhändlern und -werkstätten ja keine Konkurrenz machen“, so Günter Tönjes.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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