BRAKE Die Jagdsaison in der Wesermarsch beginnt in diesen Tagen. Ein Kochkursus der Landfrauen zeigt die Vielfalt der Zubereitung von Wildfleisch.

von daniela dinstbier BRAKE - Kaum sitzen die ersten Frauen beisammen, da beginnt auch schon das Fachsimpeln: Rotwein oder Buttermilch, Butter oder Butterschmalz, Bräter aus Gusseisen oder Email? Schnell wird klar, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Geschmäcker sind eben doch verschieden.

Aber eins eint die acht Frauen. Sie sind am Donnerstag Abend in die Küche des BBZ gekommen, um mehr über die Zubereitung von Wildfleisch zu erfahren. „Bei Wild habe ich noch ein wenig Schwellenangst und koche nur nach Kochbuch. Ich hoffe, hier ein paar Tipps vom Profi zu bekommen“, gibt Marianne Bäumler zu. Der Profi ist an diesem Abend Hille Tjarks. Die studierte Hauswirtschafterin ist erfahren mit Wild und Kochkursen – ihr Mann ist Jäger und sie unterricht an der Kreisvolkshochschule.

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Auf dem Menüplan stehen gleich acht Köstlichkeiten: Vom Rehrücken mit Kruste über Wildtaubensuppe bis zum Hasenbraten mit Buttermilch-Salbei-Soße ist für Abwechslung gesorgt. Dazu gibt es klassische Wintergemüse Rosenkohl und Rotkohl. Und des Norddeutschen liebste Knolle, die Kartoffel, darf natürlich auch nicht fehlen.

Kaum sind Rezepte und Zutaten ausgepackt, legen die Frauen auch gleich los. Leiterin Tjarks hat Mühe, sie zu bändigen. Bevor es an die Töpfe geht, erläutert sie kurz jedes Rezept und weist auf die Tücken hin. Denn schließlich sollen die Frauen alle Braten und Suppen auch Zuhause kochen.

Dann endlich kann es los gehen: Sie putzen Tauben und Gemüse, schälen, schneiden, braten, schmoren. Ein Duft von Rosmarin und Wacholder, bei dem das Wasser im Mund zusammenläuft, zieht durch die Großküche. Doch bis die Leckereien endlich fertig sind, dauert es noch. Wild braucht seine Zeit. „Die ist sehr, sehr wichtig,“ mahnt Tjarks. Selbst kleine zierliche Tauben müssen gut zwei Stunden garen.

In der Wartezeit, die mit einer Teepause versüßt wird, gibt Hille Tjarks Tipps für den Fleischkauf: Bei Wunsch nach Wild am besten den Jäger direkt ansprechen. Adressen gibt es beim Hegering Brake, Tel. 5409. Auch Vorbestellungen sind möglich.

Irgendwann zu später Stunde ist es dann endlich soweit. Der Tisch ist gedeckt. Erwartungsvoll sitzen die acht Köchinnen auf ihren Stühlen. Wie das wohl alles so schmeckt? Rehrücken mit Kruste haben die wenigsten bisher probiert und trifft daher nicht jeden Geschmacksnerv.

Besonders gut kommt dagegen der Reheintopf an, auch wenn Köchin Inge Möllenberg ihn optisch eher als saure Linsen deklarieren würde. Nachdem die acht Gerichte probiert sind, spricht sie den Teilnehmerinnen aus der Seele: „Was war das für eine Völlerei heute Abend.“

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