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Brake Händeschütteln stand zwar nicht auf der Tagesordnung. Dennoch dominierte es am Montagabend die letzte Sitzung des Rates der Wahlperiode 2011 bis 2016. Verbunden mit vielen dankenden und lobenden Worten ehrte Bürgermeister Michael Kurz (SPD) gleich 20 Ratsmitglieder. Zwölf von ihnen verabschiedete er zudem auch noch aus dem Gremium.

Sie alle hätten über Jahre der „Kommune als Basis der demokratischen Grundordnung“ gedient. „Und es bedarf verantwortungsvollen Handelns, wenn man die Gemeinschaft voranbringen will.“ Kommunalpolitik sei die intensivste Form der Politik, ihre Vertreter besonders nah an den Menschen. Immer öfter müssten sie sich allerdings auch mit unsachlicher Kritik auseinandersetzen. „Man benötigt ein ziemlich dickes Fell und ein hohes Maß an Frustrationstoleranz.“

Randnotizen

Dass Ratssitzungen auch Unterhaltungswert haben, wurde am Montagabend mehrfach bewiesen.

Daniel Stellmann (CDU) überraschte mit der „Beichte“, dass die „CDU jetzt offiziell Genossen sind“. Die Zuwendung der Stadt haben die Ratsmitglieder zusammengelegt und die Fraktion zum Mitglied der Centraltheatergenossenschaft werden lassen. Stellmann: „Nachmachen erwünscht.“

Barbara Schinski-Busch (SPD) hatte ebenfalls eine gute Verwendung für ihre 80 Euro: Die übergab sie Daniel Stellmann, damit dieser auch ohne sie „dafür sorgt, dass in den Sitzungen Süßigkeiten auf den Tisch kommen“.

Für Rolf Schinski, Ehemann von Ursula Schinski, gilt gar eine andere Zeitrechnung als für die Geehrte selbst: „Rolf wartet doch schon seit 40 Jahren“, dankte die seit 25 Jahren im Rat sitzende Frau ihrem Gatten. Ihr Engagement sei nur dank dessen Unterstützung möglich: „70 Prozent von mir sind Ulla, 30 Prozent mein Mann.“

Die an diesem Abend Geehrten und alle anderen Ratsvertreter seien „in einem besonderen Feld des Ehrenamtes“ tätig und hätten über Jahre viel Freizeit geopfert. Denn: „Der Bürger erwartet zu Recht, dass man sich Zeit nimmt.“ Kurz dankte den Ratsmitgliedern für deren „selbstlosen Einsatz zum Wohle der Stadt“ und verwies darauf, dass mindestens 80 Prozent der Entscheidungen einstimmig oder mit deutlicher Mehrheit getroffen worden seien.

Eine „besondere Ehrung“ nahm Gwendolin Jungblut vom Niedersächsischen Städtetag vor: Für 25-jährige Mitgliedschaft im Stadtrat erhielt Ursula Schinski (SPD) eine entsprechende Urkunde. Der Bürgermeister steckte dem sichtlich gerührten „sozialen Gewissen der Stadt“ anschließend den Ehrenring der Stadt Brake an den Finger. Schinski sei eine „Ratsfrau mit Ecken und Kanten“, so Kurz. Seit 2001 ist sie auch stellvertretende Bürgermeisterin.

Anders als Schinski, die auch in der neuen Ratsperiode dem Gremium angehören wird, wurde ein weiteres „Urgestein“ verabschiedet: Hans-Werner Bergner (SPD) hatte nach 28 Jahren Kommunalpolitik nicht wieder für das Gremium kandidiert.

Verabschiedet wurden – teilweise in Abwesenheit – zudem Lars Herla (13 Jahre), Ernst Juranek (11 Jahre), Barbara Schinski-Busch, Lidia Ulrich und Dr. Ali Baltaji (alle 10 Jahre), Dominik Bleckmann, Karsten Langbehn, Birgit Meeuw, Dieter Hashagen und Heiko Schütte (alle 5 Jahre) sowie Yücel Selek (2 Jahre).

Ehrungen für zehn Jahre erhielten zudem die auch im neuen Gremium vertretenen Ratsmitglieder Hans-Otto Meyer-Ott, Dragos Pancescu, Marcel Schmikale und Daniel Stellmann. Für 15 Jahre erhielten Urkunde und Ehrenmedaille der Stadt der alte und auch designierte künftige Ratsvorsitzende Hans-Dieter Beck und Claus Plachetka sowie Gustav Hellmers für 20 Jahre.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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