Frage: Herr Tanriverdi, ärgern Sie sich eigentlich immer noch, dass Ihnen am Sonnabend in Ihrem letzten Spiel im Braker Dress ein Treffer verwehrt blieb, weil es ein Osnabrücker Spieler bevorzugte, den Ball lieber selbst ins eigene Tor zu schießen?

Tanriverdi: Definitiv. Dennis Pleus musste sich nach dem Spiel auch einiges anhören, weil sein Pass so schlecht war. Vor dem Spiel hatte ich den Jungs zwar gesagt, dass nach meiner Einwechselung jeder Ball in Richtung Osnabrücker Tor zu mir gespielt werden muss. Aber es hat halt nicht sollen sein.

Frage: In dieser Spielzeit waren Sie Standby-Spieler und Co-Trainer. Jetzt ist Schluss. Warum?

Tanriverdi: Der Zeitaufwand in der Landesliga ist einfach zu groß. Und mein Anspruch ist es, mich immer voll einzubringen – egal, was ich mache. Aber wenn man als 33-Jähriger aus beruflichen und familiären Gründen nur einmal in der Woche trainieren kann, reicht es sportlich in dieser Klasse nicht mehr. Auch als Co-Trainer hätte ich nicht so arbeiten können, wie ich es von mir verlange.

Frage: Hat Ihnen die Arbeit als Co-Trainer denn gefallen?

Tanriverdi: Ich bin davon ausgegangen, dass ich nicht viel machen muss. Aber unser Trainer Dennis Ley hat mich von Beginn an voll integriert und zum Beispiel sofort meine Meinung zur Aufstellung und anderen Dingen berücksichtigt. Außerdem ist er ein Trainer, von dem man viel lernen kann, wenn man anfängt. Davon habe ich schon profitiert, als ich die Mannschaft selbst zwei Wochen trainieren durfte, weil Dennis verhindert war. Sie hat das Training gut angenommen. Es hat Spaß gemacht.

Frage: Aber Sie waren eben auch noch Spieler einer erfolgreichen Mannschaft – wenn auch nur auf Abruf. Kommt da nicht doch mal ein wenig Wehmut auf, wenn man auf der Bank sitzt und nur zuschauen kann?

Tanriverdi: Die Saison war top – die Rückrunde sogar überragend. Aber das war nur möglich, weil alle mitgezogen haben. Ich habe diese Einstellung auf der Bank gelebt und dort Vollgas gegeben.

Frage: Das Kapitel Landesliga haben Sie zwar abgeschlossen. Aber es wäre doch ein logischer Schritt gewesen, zum Beispiel als Trainer in der Jugendabteilung des SV Brake weiterzuarbeiten, oder?

Tanriverdi: Das ist richtig. Der Verein hat ja auch um mich gekämpft. Aber auch das wäre zu zeitintensiv gewesen. Wie gesagt: Wenn ich etwas mache, dann richtig.

Frage: Setzen Sie denn wenigstens Ihre Laufbahn als Fußballspieler fort?

Tanriverdi: Ja, klar. Ich habe dem AT Rodenkirchen zugesagt, der ja eigentlich meine Heimat ist. Ich möchte ein bisschen was dazu beitragen, dass der Verein wieder Schwung aufnimmt.

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Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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