Wesermarsch Gar nicht cool: Die sieben Fußballmannschaften aus der Wesermarsch, die in der abgelaufenen Saison in der Kreisliga oder höher gespielt haben, bilden zusammen den unfairsten Landkreis in ganz Niedersachsen. Das ergab die Auswertung des VGH-Fairness-Cups 2014/2015. Damit nicht genug: Die Kreisliga II, die aus Mannschaften der Wesermarsch, Friesland und Wilhelmshaven besteht, ist die unfairste Spielklasse.

Ermittelt wird die Tabelle nach einem einfachen Schlüssel. Für jede Gelbe Karte erhält ein Team einen Minuspunkt. Eine Gelb-Rote Karte ist gleichbedeutend mit drei Strafpunkten – eine Rote Karte mit fünf. Nichtantreten oder Sportgerichtsurteile ziehen zehn Minuspunkte nach sich. Die Punkte geteilt durch die Anzahl der Spiele ergeben den Quotienten.

13 Gelb-Rote Karten

Schon die Halbzeitbilanz war aus Wesermarsch-Sicht nicht rosig ausgefallen. Kreisligist AT Rodenkirchen belegte damals den vorletzten Platz. Von am Saisonende 1012 in die Wertung fallenden Mannschaften belegten die Stadlander Rang 1009 – eine deutliche Verbesserung war das nicht. Insgesamt sammelte der ATR in 28 Partien 105 Gelbe Karten, 13 Gelb-Rote Karten sowie zwei Rote Karten. Den Quotienten von 5,5 Minuspunkten pro Spiel überboten nur noch drei weitere Teams.

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Zum traurigen Abschneiden der Wesermarsch trugen auch vier weitere Teams bei – allen voran die beiden Mannschaften vom SV Brake. Die Erste belegte den 909. Platz, die Zweite sogar nur Rang 967. Nur unwesentlich besser schnitten die beiden anderen Teams aus der Kreisliga II ab. Der 1. FC Nordenham, in der Vergangenheit oft ganz weit oben in der Endabrechnung vertreten, landete diesmal auf Platz 885. Die Zweitvertretung des TSV Abbehausen belegte den 720. Rang.

Nur die Bezirksligisten TSV Abbehausen und TV Esenshamm können sich vom schlechten Abschneiden der Wesermarsch einigermaßen freisprechen. Mit einem Quotienten von 1,67 landeten die Grün-Gelben auf dem 82. Platz. Der TVE (2,27) ist mit seinem 267. Rang immerhin im oberen Drittel vertreten.

Böning appelliert

„Asche auf unser Haupt“, sagte Thorsten Böning, Vorsitzender des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) Wesermarsch. Verharmlosen möchte er das miese Ergebnis keinesfalls. Beim Kreistag in Eckfleth am vergangenen Sonnabend bat er die Vereinsvertreter, ihren Trainern den Fairnessgedanken einzuimpfen. „Fairness ist wichtig“, lautete sein Appell.

Als leuchtendes Beispiel gilt der Sieger MTV Barum. Der Tabellen-Achte aus der Bezirksliga Lüneburg hat zum zweiten Mal nacheinander den VGH-Fairness-Cup gewonnen. „Das ist natürlich ein toller Erfolg im 90-jährigen Jubiläumsjahr des MTV Barum“, sagt Fußballobmann Michael Struck. Aber auch den Kreisligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst (2.) und SG Ildehausen-Kirchberg (3.) gebührt Anerkennung für ihre faire Spielweise. Da könnten sich die Wesermarsch-Teams eine Scheibe von abschneiden.

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