Wesermarsch Die Saison ist erst einen Spieltag alt, und das Wesermarsch-Derby ist schon wieder Geschichte. Die Bezirksliga-Fußballer des SV Brake und des TSV Abbehausen müssen sich in dieser Woche auf den Alltag konzentrieren. Der TSV Abbehausen gastiert am Sonntag, 15 Uhr, beim ambitionierten FC Rastede, der SV Brake erwartet zur selben Anstoßzeit den ESV Wilhelmshaven, der am ersten Spieltag gegen den SV Wilhelmshaven mit 0:8 verloren hat.

FC Rastede - TSV Abbehausen. Die Abbehauser sind nach dem 1:0-Sieg gegen Brake die Nummer eins im Männerfußball der Wesermarsch. Vorerst. Torjäger Bünyamin Kapakli, der auch Spielertrainer der Zweiten ist, stand gegen die Kreisstädter nicht mal im Kader. „17 Spieler hatten zugesagt. Dann muss ich nicht aushelfen.“

Gegen den SVB überzeugten die Abbehauser vor allem mit ihrer Kampfkraft. Bjarne Böger und Maik Müller verloren kaum einen Zweikampf. Die Abwehrreihe der Abbehauser mit drei Innenverteidigern imponierte. Für die spielerische Note sorgte Niklas Budde nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit. Er bestach mit teils prima Diagonalpässen.

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Das frühe 1:0 spielte dem TSV in die Karten. Coach Frank Meyer scherzte: „Ein so frühes Tor ist aber auch eine Last für einen Trainer, denn er hofft die ganze Zeit, dass sein Team kein unglückliches Gegentor kassiert, wie es Jannik Heyer Mitte der zweiten Halbzeit fast erzielt hätte.“

Am Sonntag wird es für sein Team noch schwerer – meint auch Meyers Spieler Matthias Kemper: „In Rastede haben wir nach dem 1:4 im Bezirkspokal etwas gutzumachen.“ Er selbst war beim ersten Pflichtspiel-Duell der Teams nicht dabei. Meyer rechnet sich durchaus etwas aus. „Bis zur Pause waren wir Rastede klar überlegen. Dort können wir etwas holen.“

SV Brake - ESV Wilhelmshaven. Brakes Sturmführer Miklas Kunst hatte gegen den TSV einen schweren Stand. Er wurde von der Abbehauser Abwehr ganz aus dem Spiel genommen. Auch Ilhan Tasyer sah gegen Maik Müller keinen Stich. Kunst stellte unmittelbar nach dem Derby klar: „Die Punkte, die wir gegen Abbehausen verloren haben, müssen wir uns jetzt gegen den ESV unbedingt wiederholen.“

Dazu muss sich der SVB steigern. Dem Braker Spiel fehlte gegen Abbehausen der Taktgeber im Mittelfeld. Außerdem sprachen die Spieler zu wenig miteinander. Hinzu kam die hohe Fehlpassquote im Spielaufbau.

Coach Maik Stolzenberger und sein Co-Trainer Carsten Feist schimpften in Abbehausen auf den Kunstrasenplatz: Er sei viel zu kurz und zu glatt. Brakes Abwehrspieler Sascha Schwarze sah es ähnlich: „Das Rasensprengen bringt nichts, wenn einige große Abschnitte nicht bewässert werden können.“ Am Sonntag müssen die Braker im Polygrasstadion zeigen, dass ihnen der heimische Untergrund besser liegt.  Wegen der Hygiene-Bestimmungen gewährt der SV Brake laut Teammanager Daniel Drozlik Zuschauern nur Einlass, wenn sie einen Mund–Nase-Schutz tragen und einen Klappstuhl mitbringen.

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