Wesermarsch Diese Chance sollten sie am Schopfe packen: Die Oberliga-Fußballerinnen des TSV Abbehausen können den Abstand zur Abstiegszone am Wochenende um drei Punkte vergrößern. Sie erwarten den SV Suddendorf-Samern zum Kellerduell. Derweil steigt in Brake ein Spitzenspiel der Landesliga: Der SVB empfängt den Tabellenführer SV Olympia Uelsen. In der Bezirksliga Nord spielt die SG Großenmeer/Bardenfleth beim TuS Obenstrohe.

Oberliga: TSV Abbehausen - SV Suddendorf/Samern (Sonntag, 11 Uhr). Wenn Abbehausens Trainer Daniel Behrens über die Partie am Sonntag spricht, kommt er schnell zur Sache. „Egal, wie das Spiel läuft: Hauptsache, wir holen drei Punkte“, sagt er. Indes lässt er durchblicken, dass er sich auch schon mit einem Punkt zufrieden geben könnte. „Dann hätten wir den Abstand nach unten zumindest gehalten.“

Suddendorf ist mit sechs Punkten Tabellenvorletzter und belegt damit den ersten Abstiegsplatz. Der TSV hat elf Punkte und ist Drittletzter. Das Hinspiel gewann der TSV deutlich. Nach 90 Minuten stand es im Schüttorfer Ortsteil 4:0 für Abbehausen. Aber: Die Abbehauserinnen hatten erst in der 61. Minute mit dem Toreschießen begonnen.

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Und der Trend spricht für die Gäste. Alleine vier Punkte holten sie in diesem Monat. Am ersten Novemberwochenende spielten sie gegen den Tabellendritten FC Oste/Oldendorf 2:2, eine Woche drauf gewannen sie gegen den Tabellenzweiten Osnabrücker SC mit 3:1. Abbehausen hat zuletzt drei Spiele in Folge verloren.

Dennoch verzichtet Behrens auf Schwarzmalerei. „Die Spielerinnen müssen einfach an sich glauben“, sagt er. Beim 0:2 gegen Eintracht Lüneburg am vergangenen Wochenende hätten sie schließlich gut gespielt. „Uns fehlte nur die Entschlossenheit vorm Tor“, meint er. „Außerdem haben wir viele zweite Bälle nicht gekriegt.“ Es sei zwar schwer, das schon eine Woche später deutlich besser zu machen, sagt er, „aber wir haben ja schon gezeigt, dass wir es können.“

Die Abbehauserinnen werden wohl das Spiel machen müssen. „Ich glaube, dass die Suddendorferinnen auf Konter lauern werden“, sagt Behrens. „Im Hinspiel haben sie zwei schnelle Spielerinnen erst ziemlich spät eingewechselt. Da müssen wir schon aufpassen.“

Auch am Wochenende plagen Behrens Personalprobleme. Auch am Wochenende wird er wohl wieder auf Unterstützung aus der Zweiten und aus dem B-Juniorinnen-Team zurückgreifen müssen. Der Trainer gibt zu, dass er froh ist, dass es nach der Partie in die Winterpause geht. „Einige Spielerinnen mussten sehr viel spielen und brauchen jetzt einfach mal eine Pause. Eine Rotation war ja nicht wirklich möglich.“

Landesliga: SV Brake - SV Olympia Uelsen (Sonntag, 12 Uhr). Der Auswärtssieg am vergangenen Wochenende gegen Grenzland Laarwald hat Brakes Trainer Jonny Peters versöhnlich gestimmt. In den Wochen zuvor war er mit seiner Elf doch ein wenig härter als gewohnt ins Gericht gegangen. Spielerisch gebe es zwar noch Luft nach oben. Aber gegen Laarwald hat sein Team laut Peters einen Schritt nach vorne gemacht – und den Punktestand auf 22 Zähler ausgebaut.

Damit brachten sich die Brakerinnen in eine komfortable Situation. Meint zumindest der Trainer. „Wir haben gegen Uelsen nichts zu verlieren. Falls wir eine Niederlage kassieren sollten, wäre das kein Beinbruch. Falls wir gewinnen sollten, wären wir wieder im Titelrennen dabei.“ Das ist Brake sowieso schon, auch wenn der Trainer das nicht gerne hört. Schließlich beträgt der Rückstand auf Uelsen nur drei Punkte.

Der Trainer wird seiner Elf zunächst mal eine Defensivtaktik verpassen. „Wir wollen gut stehen. Und dann müssen wir unsere Chancen nutzen“, sagt der Coach, der unter anderem auf Isabel Prondzinski und Jana-Paulina Schäck verzichten muss.

Bezirksliga Nord: TuS Obenstrohe - SG Großenmeer/Bardenfleth (Sonntag, 11.30 Uhr, Plaggenkrugstraße). Das Hinspiel zählt zu den ärgerlichen Kapiteln der Großenmeerer Saison. Die SG hatte die Partie eigentlich mit 5:1 gewonnen – Jenny Szeranowicz fünf Tore erzielt. Aber wegen eines Wechselfehlers wurde das Spiel in einen 5:0-Sieg für Obenstrohe umgewertet. Die Großenmeererinnen wissen also, dass sie Obenstrohe bezwingen können. Außerdem haben sie zuletzt zwei Siege eingefahren – im November holten sie schon sechs Punkte.

„Ein Sieg wäre schön“, meint Großenmeers Trainer Jürgen Ahlers. „Auf alle Fälle wollen wir punkten.“ Seine Zurückhaltung ist leicht erklärt: Die Großenmeererinnen reisen ersatzgeschwächt an. „Aber da müssen wir durch. Schließlich haben auch die Obenstroherinnen Probleme“, sagt Ahlers. Er erwartet ein ausgeglichenes Spiel. „Wir müssen gut reinkommen, gut stehen und unsere Chancen nutzen.“

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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