Wesermarsch Die Fußballerinnen des TSV Abbehausen wollen an diesem Sonntag Wiedergutmachung betreiben. Im Heimspiel gegen Eintracht Lüneburg gilt es, die 0:9-Pleite gegen Spitzenreiter BW Hollage vergessen zu machen. In der Landesliga reist der SV Brake am Sonntag zum Auswärtsspiel gegen den SV Grenzland Laarwald. Die SG Großenmeer/Bardenfleth empfängt in der Bezirksliga Nord den VfL Wilhelmshaven.

Oberliga, TSV Abbehausen - Eintracht Lüneburg (Sonntag, 11 Uhr). Keine Frage: Das 0:9 gegen Hollage war happig. Schließlich hatte der TSV die Hollagerinnen mit einer guten Leistung noch ein wenig piesacken können. Aber im zweiten Aufeinandertreffen in dieser Saison lagen die Abbehauserinnen schon mit 0:4 zurück. Die Hollagerin Stefanie Gühmann erzielte alleine fünf Tore. Doch wie heißt es so schön: Mund abputzen und weitermachen. Hollage hat andere Ziele als der TSV, der zudem personell arg gerupft angereist war.

Doch gegen Mitaufsteiger Lüneburg ist wieder etwas drin, zumal die Abbehauserinnen auf ihrem Kunstrasenplatz einen riesigen Heimvorteil haben. Die Eintracht ist Siebter (elf Punkte/elf Spiele), der TSV Achter (elf Punkte/zehn Spiele). Auffällig: Beiden Teams fällt es schwer, Tore zu schießen. Lüneburg hat 17 Tore erzielt, Abbehausen erst 16. Außerdem haben die Lüneburgerinnen die etwas bessere Abwehr.

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Ebenso wie Abbehausen mussten auch die Gäste in der vergangenen Woche eine empfindliche Niederlage einstecken: Sie verloren mit 1:5 gegen Heidekraut Andervenne. Beide Teams stehen ein wenig unter Druck. Schließlich macht der Tabellenvorletzte SV Suddendorf-Samern von unten Dampf, hat er doch zuletzt gegen den Tabellendritten Oste/Oldendorf remis gespielt und den Tabellenzweiten Osnabrücker SC sogar geschlagen. Doch das lässt Abbehausens Trainer Daniel Behrens kalt. „Das ist doch das Schöne: Je höher ein Team spielt, desto aufregender ist die Liga.“

Das 0:9 gegen Hollage müssten seine Spielerinnen aus den Köpfen streichen. „Wir haben nicht katastrophal gespielt, waren aber immer mal wieder schläfrig“, sagt er. „Aber wenn wir am Sonntag drei Punkte holen sollten, spricht niemand mehr über das Spiel in Hollage.“

Behrens mahnt zur Klarsicht. „Wir haben zwei Niederlagen in Folge kassiert. Aber wir sind weder Tabellenletzter, noch sind wir abgestiegen. Wir haben noch alles in eigener Hand.“

Gegen Lüneburg und in der darauffolgenden Woche gegen Suddendorf-Samern wäre er auch jeweils mit einer Punkteteilung zufrieden, sagt er und hofft, dass sein Team etwas lockerer als zuletzt auftritt und ihr Spiel spiele. „Man kann aus dieser Saison so viel lernen und sehen, wie weit die einzelnen Spielerinnen sind. Und wenn wir die Liga halten, ist es umso erfreulicher für den Frauenfußball in der Wesermarsch und in Abbehausen“, sagt der Trainer, der noch hofft, dass Leonie Schüler mitspielen kann. Samantha Müller werde vor der Winterpause verletzungsbedingt kein Spiel mehr machen.

Landesliga: SV Grenzland Laarwald - SV Brake (Sonntag, 12 Uhr). Die 2:4-Niederlage zuletzt gegen die SG Timmel/Moormerland hat weh getan. „Aber wir haben sie inzwischen verdaut“, sagt Brakes Trainer Jonny Peters. Nach der Videoanalyse der Partie war klar: „Wir müssen unsere Einstellung und unser Zweikampfverhalten verbessern“, sagt Peters. „Am Sonntag zählt nur ein Sieg. Gegen den Tabellenvorletzten müssen wir gewinnen. Da gibt es keine Ausreden.“ Wie beim 8:0-Sieg im Hinspiel müsse seine Elf Marissa Altena ausschalten. Sie ist mit neun Toren zusammen mit der Uelsenerin Alicia Hansmann die zweitbeste Torjägerin der Liga. Nur Brakes Sabrina Warns ist mit 13 Treffern noch erfolgreicher.

Peters glaubt, dass seine Elf auf gallige Gegenspielerinnen treffen wird. „Die haben die hohe Niederlage noch im Hinterkopf und werden hoch motiviert sein“, sagt er. Fehlen wird auf Braker Seite Louisa Hollmann – und damit laut Peters eine wichtige Abwehrstütze. Auch Cäcilie Grubich fällt aus. Lichtblicke gibt es aber auch: Lena Kemmeries und Isabel Prondzinski kehren in den Kader zurück. Ob Jennifer Dirks spielen kann, ist ungewiss.

Bezirksliga: SG Großenmeer/Bardenfleth - VfL Wilhelmshaven (Sonntag, 14 Uhr). Die Großenmeererinnen können zum Gegner aufschließen: Der VfL ist mit 16 Zählern aus zehn Spielen Siebter, die SG mit 13 Punkten aus elf Spielen Achter. Genau das ist auch das Ziel, bestätigt Trainer Jürgen Ahlers: „Wir wollen Wilhelmshaven einholen.“ Dazu müsse seine Elf so weitermachen wie zuletzt beim 3:0-Sieg gegen Flachsmeer. „Wir sind auf einem guten Weg und wollen uns so weit wie möglich von den Abstiegsplätzen entfernen“, sagt Ahlers. Der Abstand zur gefürchteten Zone beträgt derzeit sieben Punkte.

Der Blick auf die Statistik ist vor dieser Partie interessant. Bemerkenswert ist die Abwehrstärke der Gäste: Sie haben erst 16 Gegentore zugelassen. Das ist der viertbeste Wert der Liga. Die Großenmeererinnen stellen mit 35 Toren den fünftbesten Sturm, mit 42 Gegentreffern aber die drittschlechteste Abwehr.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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