Wesermarsch Die Landesliga-Boßler aus Schweewarden und Kreuzmoor/Bekhausen haben am Wochenende Prestige-Erfolge gefeiert. Die Kreuzmoorer gewannen auf eigener Strecke gegen Reitland mit 10:2, die Schweewarder besiegten die Gäste aus Mentzhausen gar mit 17:2. In der Bezirksklasse kassierte der Spitzenreiter aus Moorriem eine Heimniederlage.

Landesliga

Kreuzmoor/Bekhausen – Reitland 10:2. In drei Gruppen hatten die Kreuzmoorer Vorteile: Die 1. Holz siegte mit 50 Würfen (6,070), die 1. Gummi mit 53 Würfen (4 Meter) und die 2. Gummi mit 49 Würfen (3,132). Zwar fehlten den Hausherren einige Stammkräfte. Aber die wurden gut ersetzt. Die Gäste waren nur mit der 2. Holz (53 Würfe/2,060) obenauf.

An der Wende hatten die Gastgeber nur knapp geführt. „Aber auf der Rücktour konnten wir uns alle noch etwas steigern und einen wichtigen Sieg einfahren“, sagte der Kreuzmoorer Kapitän Matthias Gerken. „Es war mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ein Super-Ergebnis.“

Der Reitlander Mannschaftsführer Hauke Freese benannte die Probleme seines Teams: „Wir mussten in der Gummi personell einiges kompensieren. Trotzdem konnten wir mit 18 Leuten anreisen. Auf der Rücktour lief es nicht wie erhofft. Alles in allem wäre auch hier mehr drin gewesen“, meinte er.

„Wir haben unser Ziel bisher nicht erreicht und dürfen in den nächsten beiden Wettkämpfen die Top Zwei der Liga empfangen. Die Pause kommt nun wohl zur rechten Zeit. Wir können nach der Pause frisch in die kommenden Aufgaben starten.“

Kreuzmoor liegt mit 6:4 Zählern im Mittelfeld. Reitland hat auf 4:6 Punkte.

Schweewarden - Mentzhausen 17:2. Das Kellerduell wurde zu einer klaren Angelegenheit. Die Schweewarder waren mit der 1. Holz (58/2,079), der zweiten Holz (55/ 3,115 und der 1. Gummi (48/11,044) einfach besser. Die Gäste feierten mit der 2. Gummi zumindest ein kleines Erfolgserlebnis (48/2,051).

Schon an der Wende hatte Schweewarden mit 7:2 geführt. Der Schweewarder Mannschaftsführer Stefan Freese hatte aber auch Schwächen gesehen: „Die Hintour in den Holzgruppen war schlecht. Aber wir konnten das Ruder rumreißen. Es war ein entscheidender Wettkampf für den Klassenerhalt. Das waren zwei wichtige Punkte. Was will man mehr?“ Die Schweewarder haben 4:6 Zähler. Neuling Mentzhausen hat noch keine Pluspunkt.

Halsbek - Grabstede 6:7 Remis. Es wurde auf höchstem Niveau geworfen. Die Gastgeber verzeichneten ihr Plus in der 2. Holz (46/3,100) und in der 1. Gummi (47/3,032). Die Gäste gaben den Ton in der 1. Holz (46/4,073) und der 2. Gummi (46/3,020) an.

Die Entscheidung fiel erst mit dem letzten Wurf. Insgesamt lagen die Friesländer mit 111 Metern vorne. Ihnen fehlten 39 Meter zum Sieg.

Der Halsbeker Sprecher Arne Hiljegerdes war mit der Punkteteilung zufrieden: „Die Durchgänge waren in allen vier Gruppen super. Die 1. Gummi und die 2. Holz haben für uns das Unentschieden klargemacht.“

Christian Alberts war begeistert. „Das war ein super Wettkampf von beiden Mannschaften. Es wurde um jeden Meter gekämpft, jeder war hoch motiviert. So macht Boßeln Spaß. Am Ende war die Enttäuschung bei uns groß, dafür war es zu knapp.“ Beide Mannschaften bleiben unbesiegt. Spitzenreiter bleibt Grabstede (9:1) – gefolgt von Halsbek (8:2).

Bredehorn - Spohle 0:6. Die Ammerländer lagen in allen Gruppen knapp vorne (1. Holz: 106 m; 2. Holz: 58 m; 1. Gummi: 1,040; 2. Gummi 4,079). Dabei hatten die Gäste mit konstanten Würfen beeindruckt. Alle Gruppen benötigten 54 Würfe.

Der Spohler Sprecher Kevin Hots war zufrieden: „Wir sind mit dem Vorhaben nach Bredehorn gefahren, den Wettkampf zu gewinnen und haben uns auf einen engen Wettkampf eingestellt. Das ist er auch geworden. Bis zur Wende war das Duell ausgeglichen. Eine solide und mannschaftlich geschlossene Leistung hat uns zum Sieg gereicht.“

Bredehorn (2:8) bleibt Vorletzter. Die Spohler (7:3) sind Dritter.

Bezirksklasse

Moorriem - Vielstedt/Hude 5:9. Nur die 1. Holz (1,013) und die 1. Gummi (4,082) der Moorriemer war erfolgreich. Die Gäste setzten sich mit der 2. Holz (5,144) und der 2. Gummi (3,012) durch. Der Moorriemer Mannschaftsführer Eike Janßen ärgerte sich: „Unser Ziel war es, nach dem Wettkampf mit 10:0 Punkten in der Tabelle vorne zu sein. Aber schon an der Wende haben wir gemerkt, dass es ganz schwierig wird.“

Gleichwohl: Auch Moorriems Verfolger Bentstreek verlor (0:7 gegen Moorwarfen). Die Moorriemer haben zwei Punkte Vorsprung vor diesen beiden Teams.

Haarenstroth - Waddens 12:1. Im Kellerduell setzte sich der bisherige Vorletzte sicher durch. Entscheidend war das Plus in der 1. Holz (7,037) und in der 2. Gummi (5,042). Die Butjenter hielten nur in der 2. Holz (47 m) und der 1. Gummi (1,042) mit. Waddens liegt als Vorletzter (4:6) auf einem Abstiegsrang. Der Butjenter Mannschaftsführer Holger Bruns: „Auf dem breiten Stück konnten wir noch sehr gut mithalten“, sagte der Butjenter Kapitän Holger Bruns. „An der ersten Wende lag nur die 1. Holz mit zwei Würfen zurück. Die anderen drei Gruppen waren gleichauf. Auf dem schmalen Rillenstück konnten nur die 1. Gummi und die 2. Holz mithalten. Jetzt müssen wir gegen Bentstreek die Punkte holen.“

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