ABBEHAUSEN Es kann richtig gut laufen im Leben: Beim Fußballtraining gelingen Pässe wie aus dem Lehrbuch, vom Trainer gibt es lobende Worte, und die Freundin schaut stolz vom Spielfeldrand aus zu. Aber das Leben hat auch Schattenseiten: Leistungsdruck, Versagensängste, Aussichtslosigkeit. Das thematisierten jetzt die Konfirmanden der Kirchengemeinde Abbehausen in einem Gottesdienst. Unter dem Titel „You’ll never walk alone“ brachten sie Fußball und Gott in einen Zusammenhang.

Konfirmand Lars Stöver spielte einen Jugendlichen, der Fußball nur zur Freude spielen möchte und den Leistungsdruck seines Mitspielers (Tim Rosenau) und seines Trainers (Nico Bischoff) zu spüren bekommt. Wie gut, dass Kristin Schüler sich nach dem Spiel ihm zuwendet und tröstende Worte findet.

Geh weiter mit Hoffnung

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Sie spielte ihm und der Gemeinde den Song „You’ll never walk alone“ vor, die Fußballhymne aus Liverpool. „Geh weiter mit Hoffnung im Herzen, und Du wirst niemals alleine gehen“, heißt es darin. Die Konfirmandin bezog diese Hoffnung auf Gott, der Menschen auch in schweren Zeiten zur Seite stehe. Außerdem sprach sie davon, dass Gott jeden Menschen mit seinen Fähigkeiten und seinen Schwächen annehme.

Vor der Spielszene, in der Tim Rosenau und Lars Stöver mit einem Fußball in der Kirche kickten, und Torge Freese als Stadionsprecher mit Megafon von der Kanzel kommentierte, zeigte eine andere Gruppe von Konfirmanden Bandenwerbung für Gott. Sie warben für den Energiedrink „Red God“, der Engelsflügel verleihe, für den himmlischen „McJesus“ in den goldenen Lettern einer Imbisskette und für „MezzoMix-Bibel: Gott küsst Jesus“. Beim Rüsttag im März hatten die Jugendlichen diese Plakate sowie den ganzen Gottesdienst vorbereitet.

Der fing gleich bewegungsreich an. Das „Halleluja“ sangen die beiden Kirchenbankreihen wechselweise, wobei jeweils eine Seite sich zu ihrem Gesang erheben musste. Auf das „Halleluja“ der einen Hälfte antwortete die andere mit „Preiset den Herrn“. Da Fußball ein internationales Geschäft ist, wurde das Lied nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch, Portugiesisch und Suaheli gesungen.

Die Liturgiegruppe hatte als Evangeliumstext das Pauluswort vom einen Leib mit vielen Gliedern umformuliert zu einem Team mit vielen Spielern. In den Gebeten wurde Gott angerufen, für ein glückliches Spiel auf der Erde zu sorgen.

Die Notwendigkeit des Miteinanders unter den Menschen und in der Gemeinde betonten Jan-Maarten Knötig und Marcel Philipp. Wer nicht zusammen spiele, verliere das Spiel. Als Zeichen des Miteinanders knüpften alle Gottesdienstbesucher ein Friedensnetz: Sie verbanden sich miteinander mit Kordeln. Über das ganze Kirchenschiff erstreckte sich das Netz, in das alle Gottesdienstbesucher eingebunden waren. Schließlich wurde es eingerollt und nach dem Gottesdienst auf einen Ball gewickelt, der als Zeichen des Miteinanders die nächsten Sonntage noch in der Kirche zu sehen sein wird.

39 Konfirmanden

Musikalisch gestaltete Organistin Sabine Tetzner mit einer Gruppe von Konfirmanden den Gottesdienst. Der Chor wurde von Ingmar Schulze und Bastian Sieghold auf Gitarren begleitet. Insgesamt wirkten 39 Konfirmanden, sieben Betreuer und Pfarrer Hans-Wilhelm Biermann an der Gestaltung des Gottesdienstes mit, dessen Konzeption Kirchenratsmitglied Torsten Lange entwickelt hatte.

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