BURHAVE Die Sonne zog immer mehr Gäste an den Strand. Viele ließen sich zur Teilnahme verleiten.

von jochen eilers BURHAVE - Schlick gibt es am Strand des Nordseebades Burhave reichlich – allerdings sehr zur Verärgerung der Badegäste. Dass Schlick aber auch der Untergrund für eine spaßige Sportart sein kann, bewiesen am Sonnabend die DLRG und die zahlreichen Teilnehmer beim ersten Schlickschlittenrennen seit langem.

Sicher war es für einige Einheimische schon etwas makaber, wie der Schlick angepriesen wurde, der schon seit Jahren das Nordseebad bedroht. Doch Peter Schmidthüsen blieb bei seiner Moderation immer bei der Wahrheit: Schlick ist gesund und gut für die Haut. Diese Einstellung lockte schließlich 60 Teilnehmer ins Watt. Auf den Schlickschlitten mussten die Kinder eine 40 Meter und die Erwachsenen eine 100 Meter lange Strecke bewältigen. Die vier Schlitten hatte die DLRG selbst gebaut. Als Vorlage dienten dabei zwei alte Schlickschlitten, die die Rettungsschwimmer vom Eckwarder Fritz Wiggers bekommen hatten.

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Wie die Fischer vor Jahrzehnten rutschten nun Einheimische und Gäste mit den Schlitten über das Watt – unterschiedlich schnell und unterschiedlich professionell. Einige Schlitten-Piloten landeten sogar unfreiwillig auf dem Hintern. Aber alle Teilnehmer hatten ihren Spaß.

Ganze Familien zog der Wettbewerb in das Watt. Und während sich die Teilnehmer im Matsch tummelten, setzten sich Dutzende Zuschauer auf die Steinkante und beobachteten das Spektakel aus sicherer und sauberer Entfernung. Vor allem der strahlende Sonnenschein lockte immer mehr Besucher an den Strand und bescherte den Veranstaltern damit immer mehr Schlittenfahrer.

Doch im Watt angekommen, merkten die Teilnehmer, dass Schlickschittenfahren nicht so einfach ist, wie es vom weiten aussieht. Hendrik Schäfe aus Schweewarden hat das Rennen zwar Spaß gemacht, doch weil es so glitschig ist, ist er mehrfach weggerutscht. Viola Funke aus Engelskirchen konnte bei ihrem Lauf auch nicht schnell vorwärts kommen. Erst war Schlick auf dem Brett des Schlittens und sie rutschte mehrfach aus. Und dann konnte sie beim Anschieben im weichen Schlick nicht richtig Fuß fassen. Auch Daniel Garmann fand das Rennen sehr anstrengend, weil er tief in den Schlick eingesunken war.

Im nächsten Jahr soll das Rennen in noch größeren Rahmen wiederholt werden. Dann soll auch eine Bühne aufgebaut werden.

pokale für die schnellsten und sachpreise für die anderen teilnehmer

Für die Schnellsten in den jeweiligen Altersklassen vergaben die DRLG und die Tourismus-Service-Gesellschaft Pokale. Doch auch die Kinder und Jugendlichen auf den weiteren Plätzen gewannen noch Sachpreise.

Gewonnen haben: Kinder bis 10 Jahre: 1. Simone Güls (Köln), 2. Dietmar Höfeler (Schönwalde), 3. Fabian Claas (Westerholt). Jugendliche 10 bis 16 Jahre: 1. Moritz Becker (Blexen), 2. Thorben Höfeler, 3. Urda Höfeler (beide Schönwalde). Frauen 17 bis 34 Jahre: Jacqueline Unruh (Nordenham). Männer 17 bis 34 Jahre: 1. Kai Fortkamp (Stollhamm), 2. Dirk Perski, 3. Jörg Wilde (beide Nordenham). Frauen ab 35 Jahre: 1. Walburga Höfeler (Schönwalde), 2. Sabine Brüggemann (Köln), 3. Annegret Schiebille (Bochum). Männer ab 35 Jahre: 1. Karsten Bertke, Heiko Landwehr (beide Osnabrück), 3. Ulrich Höfeler (Schönwalde). Die Teamwertung gewannen die „Speedys“ mit Jörg Wilde, Dirk Perski, Daniel Garmann und Kai Fortkamp vor den „ Wühlmäusen“ mit Jens Schröder, Karsten Bertke, Heiko Landwehr und Holger Fasthorf.

„Schlick ist

gesund und

gut für

die Haut“

peter

schmidthüsen,

moderator

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