STOLLHAMM STOLLHAMM - „Butjarland – Klootscheeterland“ – mit diesen Worten eröffnete Vorsitzender Karl-Heinz Husmann am Sonnabend die Feier zum 100-jährigen Bestehen des Klootschießerkreisverbandes I Butjadingen. In der Stollhammer Turnhalle bot sich ein imposantes Bild. Rund 200 Friesensport-Freunde aus den 14 Mitgliedsvereinen des Dachverbandes und zahlreiche Ehrengäste nahmen an der Feier teil.

„Wir sind angekommen“, sagte Husmann und meinte damit auch die Tatsache, dass der Verband nie so stark war wie heute. Vor 100 Jahren sei Butjadingen das Mekka des Klootschießens gewesen, merkte Husmann an. Heute sei das Klootschießen zwar nicht vergessen, aber das Boßeln habe an Gewicht gewonnen. Der Vorsitzende betonte, dass es nicht nur um die Organisation von sportlichen Wettbewerben gehe. Vielmehr sorge der Sport auch für den Erhalt der Heimatverbundenheit bei der jungen Generation. Der Vorsitzende plädierte auch für die Pflege der plattdeutschen Sprache in den Vereinen.

Dank und Respekt zollte Husmann seinen Vorgängern an der Verbandsspitze. Die Friesensportler hätten es oftmals schwer gehabt. Aber der Erfolg aller Bemühungen sei heute ein gesunder und erfolgreicher Verband.

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Festredner des Jubiläumsabends war Hans-Georg Bohlken aus Esens, Feldobmann des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV). Er erinnerte sich in seiner Rede nur zu gern an die großen Wettkämpfe in Butjadingen, an denen er teilweise selber als aktiver Werfer teilgenommen hatte.

Seit der Gründung leiteten 18 Vorsitzende den Vorstand. Karl-Heinz Husmann ist seit 1997 der Chef des Verbandes und der 1500 Mitglieder in den 14 Vereinen. Die Bezeichnung Kreis I leitet sich daher ab, dass Butjadingen der erste gegründete Kreisverband im FKV ist. 1902 wurde der FKV gegründet.

In ihren Grußworten äußerten die Ehrengäste – darunter Landrat Michael Höbrink, der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Ortel, der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler und Nordenhams stellvertretender Bürgermeister Ulf Riegel – ihre Bewunderung für den Erhalt der heimatlichen Integrität in den Reihen der Klootschießer. Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg, der selbst Vorsitzender des Kreises I und des FKV war – bedankte sich für die Jugendarbeit. Stadlands Bürgermeister Boris Schierhold lobte die Geselligkeit und die Kameradschaft unter den Boßlern. Schierhold hob zudem die großen Erfolge hervor. So kommen Deutsche Meister, Europameister und Weltmeister aus dem Butjenter Land.

Der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts sagte, dass die Wurzeln des FKV und des Heimatspiels in Butjadingen zu finden seien. Sportler aus dem Kreisverband hätten mit ihren Leistungen den FKV international bekannt gemacht. Außerdem sei auf die Sportler und Organisatoren aus Butjadingen immer Verlass, lobte Vogts.

Für die musikalische Gestaltung der Feier sorgte der Männergesangverein „Butjenter Blinkfüer“ mit Liedern von Heimat, Kameradschaft und heimischer Landschaft.

Für Karl-Heinz Husmann gab es am Abend noch eine Überraschung. Er wurde mit der FKV-Verdienstnadel für seine 20-jährige Vorstandsarbeit ausgezeichnet. Diese Nadel erhielten auch Erwin Bruns und Gustav Ottensmeier für ihre über 20-jährige Vorstandsarbeit. Für den langjährigen Feldobmann Ernst-Ulrich Rach gab es ebenfalls eine dicke Überraschung. Ihm wurde die Silberne Ehrennadel des Landessportbundes verliehen. Geehrt wurden außerdem für 25-jährige Mitgliedschaft: Hela Ehlers, Erika Bunjes, Rolf Blumenberg, Ewald Haase, Rudi Milbrandt, Eugen Böning und Dieter Gertjegerdes.

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