[SPITZMARKE]OVELGöNNE OVELGÖNNE/EB - Die Geschichte des Reitervereins Ovelgönne ist eng verknüpft mit der Entwicklung des Burgdorfs gleichen Namens. Ovelgönne war seit Mitte des 19. Jahrhunderts der Hauptplatz für den Absatz der blühenden Oldenburger Pferdezucht. Um vor der enormen Konkurrenz bestehen und um die Pferde in angemessener Weise präsentieren zu können, gründeten mehrere Pferdeliebhaber am 20. November 1908 in Rövers Hotel (heute Hotel „Zum König von Griechenland“) den Reiterverein Ovelgönne.

Zu den „Männern der ersten Stunde“ gehörten: Hermann Schildt, Moritz Woltmann, Heinrich Beckhusen, W. Beckhusen, Wilhelm Addicks, Erich Köster, Carl Kuck, C.A. Eckel, Georg Tantzen, W. Busch, A. Nonnen und Karl Schröder.

Bereits Anfang 1910 beschloss der Verein, zusammen mit der Gemeinde eine Reithalle bauen zu lassen.

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Im Laufe der Jahre entwickelte der Verein eine lebhafte Tätigkeit. Bis zum Ersten Weltkrieg fanden die Prüfungen, die Reittouren und das Schlussreiten nur im engsten Mitglieder- und Reiterkreis statt.

Nach dem Krieg, etwa ab 1919, nahm die Reiterei wieder einen Aufschwung.

In der Generalversammlung am 8. Mai 1920 wurden die ersten Frauen in der Vereinsgeschichte als Mitglieder aufgenommen. Zur ersten Frauenabteilung gehörten Emma Dettmers, Martha Wulf, Alma Harbers, Elisabeth Woltmann, Anna Schildt (verh. Schröder) und Henny Freels. Die Reitstunden wurden streng nach Geschlecht getrennt abgehalten.

Die Reiter aus Ovelgönne beteiligten sich an fast allen Turnieren, die auf dem Rücken der Pferde zu erreichen waren. Die Ovelgönner selbst organisierten am 23. Juli 1922 auf dem Tierschauhamm in Ovelgönne ein Turnier – das erste in der Wesermarsch.

Ab 1936 lief in der Ovelgönner Reithalle nichts mehr. In der Halle wurden Getreide und Wehrmachtsausrüstungen gelagert, die Pferde wurden von der Wehrmacht eingezogen.

Im Dezember 1949 wurde der Reiterverein Ovelgönne wieder zugelassen und ins Vereinsregister eingetragen. Der Anfang war allerdings nicht leicht. Die Halle war beschlagnahmt, die meisten der noch verbliebenen Pferde wurden dringend für die Landarbeit benötigt und Reitlehrer gab es auch nicht.

Der Reitbetrieb kam Anfang der 50er-Jahre wieder in Gang. Es wurden auch wieder Turniere veranstaltet.

Den größten Triumph feierte der Reiterverein Ovelgönne 1958, ausgerechnet im Jahr des 50-jährigen Bestehens des Vereins. Eine Mannschaft unter Friedrich Bielefeld und mit Hans-Georg Beckhusen, Detmer Gristede, Hartwig Lohe und Georg Woltmann gewann die Landesstandarte und den erstmals von ehemaligen Dragonern des 19. Oldenburger Dragonerregiments gestifteten Ringkragen.

Der enorme Zuspruch führte dazu, dass sich der Reiterverein 1978 entschloss, eine neue Halle zu bauen. Die alte Halle platzte aus allen Nähten und konnte den Anforderungen nicht mehr gerecht werden.

Seit 1980 veranstaltet der Reiterverein wieder jährlich Turniere.

Als ein kleiner Ausblick auf die Zukunft des Reitervereins sei verraten, dass die Ovelgönner Reiter alles daransetzen wollen, im Jahre 2008 – in diesem Jahr feiert der Verein sein 100-jähriges Bestehen – die Landesstandarte auf dem Rasteder Landesturnier zu gewinnen.

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