Blexen Vereinsarbeit ist beinahe so hart wie Steine­klopfen – da waren sich die Spartenleiter des Blexer Turnerbundes während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend einig. Die Crux: Rückläufige Meldungen zum Nordsee-Cup beispielsweise auf Grund einer geänderten Spielplangestaltung des Verbandes, viel Stress, wegbrechende Einnahmen, Vandalismus und Diebstähle führten zu seinem Aus.

Auch mangelt es an Trainern und Übungsleitern. „Das Angebot für die Jugendlichen hier in Nordenham ist viel zu groß. Uns fehlt der Nachwuchs,“ sagte Handballspartenleiter Olaf Büker. „In der Leichtathletik hört man immer nur noch die gleichen Namen,“ klagte Hans Joachim Nagel. „In unserer Stadt gibt es immer weniger Kinder aber immer mehr Sportarten,“ ergänzte Edlef Jessen. „Immer weniger Mädchen sind am Ballsport interessiert. Die gehen lieber tanzen,“ sagte Lea Möhlmann.

Und wenn dann auch doch die Sporthalle im Dorf geschlossen wird, wird es ganz prekär. „In der Aula der Schule war die Luft immer zum Schneiden dick,“ erinnerte sich Monika Bross. „Es hat unserer Arbeit sehr geschadet, dass wir zum Luisenhof mussten,“ resümierte Christa Perkin. „Ja, der Hallenwechsel hat uns sehr geschadet,“ pflichtete ihr Lea Möhlmann bei. „Nach Schweewarden kamen oft nur drei Kids zum Kinderturnen,“ berichtete Margarete Gronau.

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Doch jetzt steht die Halle neben der Grundschule wieder zur Verfügung. Und spätestens seit dem Aktionsfest am 17. November kann der Blexer Verein, der zurzeit über 900 Mitglieder zählt, wieder lachen. „Der Blexer TB hat sich zurückgemeldet. Und seit Januar scheint der Knoten geplatzt,“ freute sich die Spartenleiterin Turnen, „jetzt kommen bis zu 27 Kinder. Wir überlegen schon, die Gruppe leistungsbezogen aufzuteilen,“ so Margarete Gronau.

Die neue Lust spiegelt sich in besseren Zahlen. Das Tief war gestern: „Wir freuen uns über wachsenden Zulauf,“ berichtete Pascal Reimers für den Bereich Fußball. „Viele Kinder haben schon bei uns schwimmen gelernt. Wir führen Listen mit bis zu einem Jahr Wartezeit,“ sagte Heike Schröder für die Sparte Schwimmen. „Endlich seit Jahren gibt es wieder eine Tanzgruppe in Blexen,“ freute sich Lisa Mühlan.

Der BTB hat seinen Humor wiedergefunden. So sprach Melanie Rada von den Frühschwimmern auch nicht über Zahlen und Probleme, sondern beschrieb ihr Erleben. Sie erzählte von „Streckenschwimmern“, „Halbstrecken-Seehundschwimmern“, „Schnack-Schwimmern“ und „Quak-Schwimmern“. Wie auch immer: „Wir gehen gerne schwimmen. Und wir stehen dafür auch gerne früh auf,“ verriet sie.

Einen Grund zur Freude hatten die BTBer auch, wenn sie sich in ihrem Vereinsheim umschauten, denn die Tennisgruppe hat das Lokal von Grund auf renoviert. Dass es im Raum noch etwas schallempfindlich ist, wird sich ändern sobald der Teppichboden verlegt ist. Auch die Wand-Deko ist zurzeit noch spärlich: Nur die Vereinsfahne hängt dort. „Das Vereinsheim ist unser Vereinsheim,“ betonte der Vereinsvorsitzende Edlef Jessen. „Bitte nutzt es! Und bringt Eure Pokale vorbei, damit wir sie hier ausstellen können.“

Übrigens ist im Vereinsheim neuerdings auch die Geschäftsstelle des BTB untergebracht. Immer montags von 17 bis 18 Uhr hat sie geöffnet.

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