Stollhamm Einem Praxistest unter Wettkampfbedingungen wird am 19. September das am vergangenen Freitag eingeweihte Klootschießer-Leistungszentrum in Stollhamm unterzogen. Herzstück der 100 000 Euro teuren Anlage ist eine überdachte Anlaufbahn.

Der zweite von insgesamt acht Durchgängen der Saisonmeisterschaft des Landesverbandes Oldenburg im Friesischen Klootschießerverband (FKV) beginnt am Sonnabend 19. September, um 12.30 Uhr in Stollhamm. An den Start gehen Werferinnen und Werfer aller Altersklassen.

Elektroniker dabei

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Erstmalig in einem Wettkampf wird dann auch die digitale Weitenmessung zum Einsatz kommen. Um von „dem lästigen Hantieren mit dem Maßband abzukommen“ konnte der Vorsitzende des Klootschießerkreises 1 Butjadingen, Siegfried Hodel aus Burhave, für die Umsetzung seiner Idee den Elektroniker Martin Beck aus Nordenham gewinnen.

Auf einer Basislinie außerhalb des Anlauftunnels wurden ein Laser-Laufzeit-Sensor und ein Drehgeber installiert. Der Laser ermittelt die Entfernung zwischen dem Laser-Laufzeit-Sensor und einem Reflektor, den Bahnweiser an der Einschlagstelle der Klootkugel positionieren. Gleichzeitig wird der Winkel zur Basislinie mittels eines Drehgebers gemessen. Beide Werte werden an einen Miniprozessor übertragen. Hieraus wird die Wurfweite ermittelt und auf eine Anzeigetafel projiziert.

„So was habe ich noch nicht gesehen“, war der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Stadland, Horst Mauritschat, bei der Einweihungsveranstaltung ganz begeistert. „Dat is een wunnerbaren Dag“, betonte Johann Hasselhorst. Endlich mal sei ein zukunftsförderndes Projekt für den Heimatsport umgesetzt worden. „Mit dieser Innovation begeistern wir auch die Jugend“, meinte der der ehemalige Oldenburger Landesvorsitzende im FKV.

Der Geschäftsführer der niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, Dr. Sören Burmeister aus Hannover, berichtete, dass seine Absicht, diese Weltneuheit finanziell zu fördern, zunächst auf kritische Nachfragen seitens des Fußballverbandes gestoßen sei. Er habe den Kickerfunktionären versichert, „dass Klootschießen ein echter Leistungssport ist“. Daraufhin hätten auch die Fußballer einem Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro zugestimmt.

Dass 68 000 Euro der insgesamt 100 000 Euro für den 30 Meter langen, überdachten Anlauftunnel aus dem EU-Programm Leader zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen flossen, schreibt Meike Lücke von der Lokalen Aktionsgruppe Wesermarsch in Bewegung, die die Leader-Mittel verteilt, der Zähigkeit von Siegfried Hodel zu. Sie würdigte den Kreisverbandsvorsitzenden deshalb mit einer kleinen Urkunde als „erfolgreichen Bezwinger des bürokratischen Hürdenlaufs“.

Tag der offenen Tür

Der Klootschießerkreis 1 Butjadingen will seine Anlage am Sonnabend, 3. Oktober, von 11 bis 16 Uhr der breiten Öffentlichkeit präsentieren. Kreisvorsitzender Siegfried Hodel wird dazu alle 13 Klootschießerkreise im Friesischen Klootschießerverband einladen. „Die sollen ihre Werfer mitbringen“, betont Hodel, „denn für die haben wir die Anlage gebaut.“

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