Westerstede Die sportlichen Leistungen sind am Wochenende bei den Klootschießer-Titelkämpfen des Frieschen Klootschießerverbands hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zwar waren die Bedingungen für die Werfer und Werferinnen der 17 Altersklassen auf dem Robert-Dannemann-Platz in Westerstede ansprechend – es blieb trocken, und es standen sechs Bahnen zur Verfügung. Aber gerade die Felder der Männerklassen waren im Vergleich mit anderen Jahren schwach besetzt.

Auf der ostfriesischen Seite trat in der Hauptmannschaft nur ein – nicht weiter bekannter– Werfer an. Da ließen die Ostfriesen schon 300 Meter im Vergleich der beiden Landesverbände liegen. So war es kein Wunder, dass nach etlichen Jahren mal wieder die Oldenburger die Mannschaftswertung gewannen. Sie warfen in den 17 Altersklassen insgesamt 2992,20 Meter. Das Team Ostfriesland kam auf 2934,20 Meter.

Im Feld der Männer II standen nur drei Ostfriesen und ein Oldenburger. Auch in den beiden Seniorenklassen Männer III und IV und bei den Junioren schafften es beide Landesverbände nicht, die Minimalstärke eines Teams (fünf Klootschießer) zu stellen – bedauerlich, gerade im Hinblick auf die Europameisterschaft im kommenden Jahr in den Niederlanden.

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Eden angefressen

Am Kader-Qualifikationswerfen sollen sich vom Oktober an immerhin 20 Männer einbringen. Der Fachwart für das Klootschießen, Helmut Eden, zeigte sich angefressen. „Am Tag zuvor hat es noch einige Absagen gegeben. Das sorgte nicht für gute Laune.“ Indes sagte er, dass einige 70-Meter-Würfe Hoffnung machen würden. Bei den Frauen und im Juniorinnenbereich könne man wohl ein starkes Team stellen.

Der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts übte angesichts des Mangels an Topwerfern harsche Kritik: „Es fehlt geeignetes Fachpersonal. In beiden Landesverbänden gibt es keinen Feldobmann mehr. Somit fehlen die Ansprechpartner und Bezugspersonen. “

Zugleich nahm er die Friesensportler in die Pflicht. „Die Klootschießer müssen sich selbst besser einbringen.“ Das Angebot für die Klootschießer sei während der Saison obendrein nicht ausreichend.

In der Männer-Hauptklasse gelang Hendrik Rüdebusch aus Vielstedt-Hude mit 83,55 Metern die erfolgreiche Titelverteidigung. Er ist topfit, muss aber noch an der Konstanz arbeiten. Die Streuung seiner vier Würfe war noch groß. Vizemeister wurde Stefan Runge aus Kreuzmoor. Mit 75,00 Metern landete er knapp vor dem amtierenden Europameister Thore Fröllje aus Grabstede (74,25 m), der demnächst am Knie operiert wird.

Bei den Junioren gelang dem amtierenden Jugend-Europameister Keno Vogts aus Hollwege mit 76,95 Metern die erfolgreiche Titelverteidigung. Dahinter reihten sich Manuel Runge aus Kreuzmoor mit 74,60 Metern und Jelde Eden aus Willmsfeld mit 73,60 Metern ein.

In der Klasse Männer II wurde Bert Stroje aus Reepsholt mit 65,50 Metern neuer Verbandsmeister. Titelverteidiger Hans-Georg Bohlken aus Schweinebrück war nicht am Start. Auch Ex-Europameister Detlef Müller aus Mentzhausen fehlte wegen einer Ellenbogen-Verletzung.

Auch Schweers Zweiter

Bei den Männern III setzte sich Karl-Georg Bohlken aus Schweinebrück mit 67,75 Metern an die Spitze. Er landete vor dem Titelverteidiger Alfred Wulff aus Mentzhausen, (64,50 m). Bei den Männern IV wurde Gerd Tammen aus Wiesedermeer mit 62,15 Metern seiner Favoritenrolle gerecht. Platz zwei belegte Klaus Schweers aus Kreuzmoor mit 58,40 Metern.

In der Frauen-Klasse siegte Silke Schonlau aus Willen mit 50,30 Metern – gefolgt von Sabrina Post aus Utarp/Schweindorf (48,30 m) und Simone Emken (Kreisverband Esens, 45,00 m).

Einen Wettkampf auf hohem Niveau lieferten derweil die Juniorinnen ab. Ann-Christin Peters aus Ardorf feierte eine erfolgreiche Titelverteidigung mit 59,50 Metern. Die Vorjahreszweite Anke Redelfs aus Utgast war ihr mit 58,40 Metern dicht auf den Fersen. Die Europameisterin wird immer stärker. Bronze gewann Luisa Friedrichs aus Dietrichsfeld mit 54,50 Metern. Klasse: Gleich sieben Juniorinnen warfen über 50 Meter. Dazu zählte auch Antje Wulff aus Mentzhausen mit 50,55 Metern.

Im Europameisterschaftsqualifikationswerfen für Aktive, die nicht an der Landesmeisterschaft teilgenommen hatten, überzeugte Ex-Europameister Frank Goldenstein aus Pfalzdorf mit 80,55 Metern. Auch Ludger Ruch aus Mentzhausen zeigte mit 73,10 Metern eine starke Leistung – damit steht er ebenfalls im Kader. Mit dabei ist auch der Männer-III-Werfer Karl-Georg Bohlken aus Schweinebrück, der den Kloot auf 64,80 Meter warf.

Das erste EM-Kaderwerfen steigt am Sonnabend, 24. Oktober, auf dem Segelflugplatz in Bohlenbergerfeld. Plätze im Männer-Kader sind noch zu vergeben. Der Frauen-Kader umfasst 15 Werferinnen und ist schon gut gefüllt.


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