NORDENHAM Wenn sich der Singkreis des Deutschen Roten Kreuzes trifft, dann wird die Zeit ein paar Jahrzehnte zurückgedreht. „Horch, was kommt von draußen rein“ und viele andere deutsche Volkslieder, die heute nur noch selten zu hören sind, stehen bei den 13 Frauen und bei Menno Jelten, dem Hahn im Korb, noch immer hoch im Kurs. Barbara Feldhusen leitet die Gruppe seit fast 20 Jahren. Und viele Mitglieder, die meisten von ihnen sind über 80 Jahre alt, sind ebenso lange dabei. „Wir wollen zeigen, dass man auch im Alter noch viel machen kann“, sagt die Barbara Feldhusen.

In ihrer Blütezeit hatte die Gruppe 24 Mitglieder. Zu den Höhepunkten des Jahres gehörten die DRK-Konzerte in der Friedeburg. Jahr für Jahr hat der Singkreis daran teilgenommen. Doch inzwischen ist die Gruppe auf 14 Mitglieder geschrumpft – und das ist zu wenig für einen Auftritt in der Stadthalle, meint Barbara Feldhusen. Nach wir vor ist der Singkreis aber regelmäßig im Blexer Seniorenheim „To Huus achtern Diek“ zu hören.

Neben den Volksliedern stehen auch alte Schlager auf dem Programm. „Mit diesen Liedern erreichen wir auch die Demenzkranken“, freut sich Barbara Feldhusen. „Da werden die Augen plötzlich wieder lebendig und viele von ihnen stimmen in die Lieder ein.“ So schlagen die Mitglieder der Gruppe zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie bereiten sich selbst eine Freude und ihren Zuhörern im Seniorenheim ebenfalls.

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Für Barbara Feldhusen ist die Arbeit mit den Senioren eine Herzensangelegenheit. „Ich weiß, wie wichtig das ist“, sagt die 64-Jährige. Und auch die Mitglieder der Gruppe lassen kaum ein Treffen aus, kommen nach Schicksalsschlägen und Krankheiten, die im betagten Alter nicht selten sind, möglichst schnell wieder zum Singen, um in der Geborgenheit der Gruppe neue Kraft zu schöpfen.

Neben dem sozialen Aspekt ist der gesundheitliche nicht zu unterschätzen, betont Barbara Feldhusen. „Eine Stunde Singen, das ist wie eine Stunde Sport“, sagt die Leiterin. Gerade im Alter sei das Singen eine gute Vorbeugung gegen Lungenentzündung.

Gertrud Mehrtens ist mit ihren 89 Jahren die Älteste in de Gruppe. „Wir singen und unterhalten uns, und wir haben viel Spaß miteinander“, freut sie sich. Und die Lieder kennen sie in- und auswendig. „Die haben wir schon in der Schule gelernt.“

Alle Mitglieder möchten noch lange die regelmäßigen Treffen genießen. Und deshalb hoffen sie, dass sich möglichst schnell ein Nachfolger für Barbara Feldhusen findet. Die 64-Jährige möchte die Leitung der Gruppe aufgeben. „Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist“, sagt sie.

Wer Interesse hat, in ihre Fußstapfen zu treten, melde sich beim DRK-Kreisverband unter 26 91 90.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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