GANDERKESEE /ESENSHAMM „Obwohl wir nur 60 Prozent unseres Leistungsvermögens abgerufen haben, ist uns beim TSV Ganderkesee ein sicherer 6:2-Sieg gelungen“, freute sich der Wolfgang Rohde, Trainer des Fußball-Bezirksligisten TV Esenshamm. Seine Elf war dem Gastgeber jederzeit überlegen. Bei konsequenter Ausnutzung aller Tormöglichkeiten wäre sogar ein zweistelliger Sieg möglich gewesen.

Neu beim TV Esenshamm ist ein alter Bekannter, denn bedingt durch die Personalmisere tauchte Baris Kocademir erstmals nach seinem Weggang zum Ende der vergangenen Saison im Kader auf. „Ich habe keinen neuen Verein gefunden, da ich mich im Urlaub beim Beach-Volleyball am Fuß verletzt habe“, ließ er wissen. Abschließende Verhandlungen über ein festen Verbleib des Abwehrspielers stehen in dieser Woche an. Spartenleiter Siegfried Adamietz dazu: „Bedingt durch unsere Personalmisere mussten wir handeln. Kocademir kann uns weiterhelfen.“

Matthias Trätmar, Trainer des TSV Ganderkesee, war nach der herben Niederlage fast sprachlos: „Ich bin total enttäuscht.“ Großes Handicap für den Coach war, dass er seinen Stammtorhüter Tim Intemann aus beruflichen Gründen durch Christian Klattenhof ersetzen musste. Der holte bereits nach acht Minuten nach dem ersten Torschuss das Leder aus dem Netz. Marco Kuck hatte ihn mit einem raffiniert getretenen Freistoß von der Strafraumgrenze aus überlistet. Das Gegentor führte zur schnellen Verunsicherung in der Defensive der Gastgeber. Der TVE spazierte jetzt wiederholt durch die Abwehr des TSV. Hätten die Rohde-Schützlinge phasenweise das Dribbling nicht übertrieben, hätte es für Ganderkesee ein Debakel geben können. Zwar glich Arif Sakin die TVE-Führung noch aus, doch Yunus Gündogdu (2), Yasin Kapakli (2) und Adrian Kaliwoda schossen Esenshamm uneinholbar mit 6:1 in Front. Christian Heinken traf für die Hausherren nur noch zum 2:6.

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„In den letzten 30 Minuten hatte ich fünf sehr wichtige Leistungsträger nicht mehr dabei. Daher freut mich der klare Erfolg besonders“, meinte Rohde nach dem Spiel. Unter anderem fehlte ihm verletzungsbedingt sein Torjäger Bünyamin Kapakli. Für den TVE reichte eine durchschnittliche Leistung zum Erfolg aus. Wegen Meckerns sah Sascha Pfeifer (82.) bei den Gastgebern die Ampelkarte. Der TVE-Spieler Marco Kuck schimpfte hingegen über den Spielball: „Der hatte doch höchstens zehn Euro gekostet. Der Ersatzball war sogar noch schlechter.“

TVE: Bartels; Kaliwoda, Fincke (62. Rattay), Catalcam, König, Kuck (83. Adu-Gyamfi), Kaya, Janßen, Y. Kapakli, Gündogdu (60. Kocademir), Yildirim.

Tore: 0:1 Kuck (8.), 1:1 Sakin (21.), 1:2 Gündogdu (39.), 1:3 Y. Kapakli (42.), 1:4 Gündogdu (50.), 1:5 Y. Kapakli (76.), 1:6 Kaliwoda (84.), 2:6 Heinken (87.).

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