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Das Ende kam wie immer als Höhepunkt daher: Während des Finales der Kreismeisterschaften der Schwimmerinnen und Schwimmer aus der Wesermarsch kochte die Stimmung im Braker Schwimmbad am vergangenen Sonntag noch einmal hoch. Die schnellsten Athleten über die 100 Meter Rücken waren Eleni Vasileiou und Ingbert Plewkas Sohn, Kristof, vom SV Nordenham. Eleni (Jahrgang 2005) schwamm die Sprint-Strecke in 1:28,84 Minuten, Plewka (Altersklasse 30) benötigte 1:11,01 Minuten.

Frage: Herr Plewka, wie bewerten Sie die Zeiten der Finalläufe?
Plewka: Für Kreismeisterschaften sind die in Ordnung. Klar, es gab zwar schon bessere Zeiten. Aber wir warten ja immer und überall auf junge Talente.
Frage: Aber die gibt’s doch hoffentlich auch in der Wesermarsch?
Plewka: Natürlich. Charlotte Rüther vom SV Nordenham liegt zum Beispiel richtig gut im Wasser. Wenn sie dabeibleibt, kann sie auch auf einer anderen Ebene schwimmen. Aber sie ist nur ein Beispiel.

Auch der Deutsche Mastersmeister 2019 über 200 Meter Brust in der Altersklasse 55, Ronald Horrmann vom SV Nordenham, war an den Start gegangen. Er zeigte vielen jüngeren Schwimmern, wie man einen Wettkampf bestreitet.

Frage: Ein Routinier hängt die junge Garde ab. Überrascht Sie das?
Plewka: Ronald hat halt Biss.
Frage: Und der fehlt den jüngeren Athleten heute?
Plewka: Ich sehe oft, dass die Älteren ordentlich nach Luft schnappen, nachdem sie angeschlagen haben. Sie brauchen ein bisschen Zeit, bis sie aus dem Becken kommen, weil sie sich verausgabt haben. Die Jüngeren schlagen an und klettern häufig sofort ganz entspannt aus dem Wasser.
Frage: Ihnen wären das nicht passiert, oder?
Plewka: Ich hätte doch als jüngerer Schwimmer den Ehrgeiz zu sagen: Okay, der Bursche ist deutlich älter als ich, der geht jetzt nicht an mir vorbei.

16 Jahrgangs- und Master-Titel waren zu vergeben. 52 Mal den ersten Platz belegten die Schwimmer des SV Nordenham, 41 Titel gingen an den Blexer TB, 23 an den SV Brake.

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Frage: Drei Vereine haben die Titel unter sich ausgemacht. Ist das nicht ein bisschen wenig?
Plewka: Ich bin zunächst mal froh, dass wir überhaupt drei Vereine haben, die melden. Wären es weniger, könnten die Kreismeisterschaften nicht stattfinden.
Frage: Früher schwammen auch Schwimmerinnen und Schwimmer vom Elsflether TB und Lemwerder TV um Titel. Warum sind sie nicht dabei gewesen?
Plewka: Eines vorweg: Mit beiden Vereinen stehen wir in gutem Kontakt. Dort sind die Verantwortlichen auch mit viel Herzblut dabei. Im Wettkampfsport hapert es aber.
Frage: Warum?
Plewka: Das liegt oft an den Übungsleitern, die sich nicht langfristig binden wollen oder beruflich stark belastet sind. Dann erlischt die kleine Flamme oft sofort. Aber wir sind dran. Lemwerder hat schon zugesagt, an der nächsten Kreissitzung teilzunehmen.

Der Ausrichter der Kreismeisterschaften, die Schwimmabteilung des SV Brake, verzeichnete 223 Einzelmeldungen. Im Vorjahr waren es 226. 80 Meldungen kamen vom SV Brake, 67 vom SV Nordenham, 76 vom Blexer TB.

Frage: Die Meldezahlen sprechen für Konstanz. Ist das positiv? Oder gibt es Anlass zur Sorge?
Plewka: Erstmal muss ich sagen, dass wir das Tal durchschritten haben. Die allgemeine Tendenz ist ansteigend. Wenn die Schwimmerinnen und Schwimmer, die am Wochenende in Brake ins Wasser gestiegen sind, zur Stange halten, wird es weiterhin eine positive Entwicklung geben. Ich bin sehr zuversichtlich.

Der Kreisfachverband läutete die Wettkämpfe an beiden Tagen mit einer Parade ein. Das 15-köpfige Kampfgericht lief mit musikalischer Untermalung in weißen Hemden und schwarzen Hosen rund um das Schwimmbecken.

Frage: In vielen Sportarten sind die Athleten die Hauptdarsteller einer Eröffnungszeremonie. Warum ist das bei den Kreismeisterschaften anders?
Plewka: Zuschauer, Eltern und auch die Sportlerinnen und Sportler sollen einfach merken, wie viele Freiwillige nötig sind, um diesen Wettkampf zu ermöglichen.
Frage: Also ist die Zeremonie ein subtiler Werbespot für den Job des Kampfrichters?
Plewka: Das kann man so sagen. Wir versuchen immer wieder, Eltern für die Ausbildung zum Kampfrichter zu begeistern. Es ist doch ganz einfach: keine Kampfrichter – kein Wettkampf.
Frage: Warum benötigen Kampfrichter überhaupt eine Lizenz?
Plewka: Sie müssen sich zum Beispiel mit den verschiedenen Schwimmarten auskennen und über die Wendetechniken Bescheid wissen. Die Aufgaben sind ja auch vielfältig: Es gibt zum Beispiel Starter, Wenderichter, Schwimmrichter, Zeitnehmer und Zielrichter.
Frage: Mussten die Kampfrichter diesmal auch harte Entscheidungen treffen?
Plewka: Wir haben zwei Schwimmer disqualifiziert.
Frage: Wieso?
Plewka: Einer hat auf einer Rückenstrecke nicht in Rückenlage angeschlagen. Er hatte sich auf den Bauch gedreht – wohl aus Angst, mit zu viel Schwung an den Beckenrand zu schlagen.
Frage: Wird auch im Schwimmsport das berühmte Fingerspitzengefühl benötigt?
Plewka: Klar. Gerade bei Kreismeisterschaften. Wir müssen ja an die Sportlerinnen und Sportler denken und wollen sie nicht vergraulen. Aber wenn es zu auffällig wird, ein Schwimmer zum Beispiel während einer Lagenstrecke die Lage wechselt, ist Konsequenz wichtig.
Frage: Und welche Aufgaben übernimmt der Schiedsrichter?
Plewka: Ich trage die Verantwortung für die Veranstaltung und übernehme TÜV-artige Aufgaben. Zum Beispiel schaue ich, ob die Laufeinteilungen richtig sind. Ich beurteile auch die Wettkampfstätte und prüfe, ob die Startblöcke richtig montiert sind. Ich weise auch die Kampfrichter ein und kontrolliere sie.
Frage: Sie schauen den Kampfrichtern auf die Finger?
Plewka: Ich gebe mal ein Beispiel: Ich möchte, dass die Wenderichter aufstehen und genau hinschauen, wenn sie gefragt sind. Sie können nicht einfach auf ihren Stühlen sitzen bleiben. Manche muss man dazu auch mal mit einem gewissen Charme auffordern.
Frage: Seien Sie spontan: Welchen kleinen Tipp geben Sie einem jungen Kampfrichter?
Plewka: Wer erstmals an einer 50-Meter-Bahn als Schwimmrichter eingeteilt ist, sollte sich gute Schuhe anziehen. Da kann man sich schnell Blasen laufen. Die Strecken sollte man nicht unterschätzen.
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