Elsfleth Besser hätten die Oberliga-Handballerinnen des Elsflether TB nicht in die neue Saison starten können. Nach dem 36:28-Auftakterfolg gegen Vorwärts Nordhorn legte die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami jetzt zwei Siege innerhalb von drei Tagen nach. Am Donnerstagabend gewann der ETB bei der SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn knapp mit 23:22, um dann am Sonntag auch die SG Findorff mit 28:27 in die Schranken zu weisen.

Elsflether TB - SG Findorff 28:27 (13:12). Die Gastgeberinnen kamen schwer aus den Puschen. Erst nach dem 1:3-Rückstand drehten sie mit sieben Treffern in Folge auf. Doch der vermeintlich beruhigende 8:3-Vorsprung war nicht etwa der Auftakt eines mühelosen Heimsiegs. Vielmehr stellten die Gäste anschließend die Elsflether Deckung vor scheinbar unlösbare Aufgaben.

Dabei wählten die Findorfferinnen im Angriff ein einfaches Strickmuster. Sie wühlten sich bis zum Kreis durch und fanden immer wieder Lücken. Entweder trafen sie dann direkt, oder wurden derart am Wurf gehindert, dass es einen Siebenmeter zur Folge hatte. Coach Adami konnte sich auf der Trainerbank den Mund fusselig reden – seine Spielerinnen schafften es einfach nicht, die Räume eng zu machen.

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Bis zur Pause waren die Gäste wieder auf 12:13 dran. Nach dem Seitenwechsel schienen die Elsfletherinnen dann doch davonzueilen, doch immer wieder offenbarten sie Schwächen in der Abwehr. Torhüterin Lena von Seggern bot zwar eine gute Leistung, aber zu oft war sie auf sich alleine gestellt.

Drei Minuten vor dem Abpfiff schien die Sache beim Stand von 27:23 dann doch endgültig erledigt. Aber Findorf gab einfach nicht auf. Zwanzig Sekunden vor dem Ende verkürzte die SGF auf 27:28. Aber mit letzter Kraft verteidigte der ETB den knappen Vorsprung ins Ziel.

„Wir waren einfach platt“, sagte Jennifer Adami angesichts von zwei Spielen innerhalb von drei Tagen. Die Spielmacherin erzielte zwar 13 Treffer, war aber auch nicht gänzlich frei von Fehlern. Ihr Vater und Trainer Ulrich fand, dass sich sein Team viel früher hätte absetzen müssen. Doch letztlich zählen für ihn auch nur die zwei Punkte. Einen starken Eindruck hinterließen die beiden Außenspielerinnen Ruth Nowack (5 Tore) und Franziska Sommer (4).

ETB: von Seggern - Adami (13/4), Nowack (5), F. Sommer (4), Matschei (2), C. Sommer (2), L. van Dreumel (1), Breipohl (1), Lösekann, F. van Dreumel, Wiese.

Spielstationen: 1:3 (5.), 8:3 (12.), 9:9 (20.), 13:12 (30.), 17:14 (37.), 21:16 (43.), 24:19 (50.), 27:23 (57.), 28:27 (60.).

SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn – Elsflether TB 22:23 (13:13). „Wir haben nicht wegen mir gewonnen, sondern wegen unseres Co-Trainers Carlos Ganhito, der die Mannschaft in der Vorbereitung topfit gemacht hatte, und unserer Torwart-Trainerin Nathalie Adami“, sagte Chef-Coach Ulrich Adami, nachdem seine Mannschaft den Gastgeberinnen die erste Heimniederlage seit dem Februar 2013 beigebracht hatte. Durch viele Fehler in der Anfangsphase gerieten die Elsfletherinnen mit einigen Toren ins Hintertreffen.

Aber schon nach rund 20 Minuten machte sich die hervorragende Physis bemerkbar. Den zwischenzeitlichen 5:9-Rückstand egalisierte der ETB bis zur Pause.

Im zweiten Durchgang gingen die Elsfletherinnen in Führung, und sie gaben sie bis zum Ende nicht mehr her. Großen Anteil am Erfolg hatte Torhüterin Lena von Seggern, die nicht nur viele tolle Paraden zeigte, sondern dazu auch noch drei Siebenmeter entschärfte. Zehn Sekunden vor dem Ende hielt Lena von Seggern den entscheidenden Wurf und damit den Sieg fest. „Für mich war die wichtigste Erkenntnis, dass ich mich auf unsere A-Jugendlichen verlassen kann“, sagte Adami. Charlotte Sommer stabilisierte zusammen mit Janine Matschei in der zweiten Halbzeit den Mittelblock, und auch Talea Lösekann und Fenna van Dreumel waren bei ihren Einwechslungen sofort präsent.

„Der Sieg war hart umkämpft“, so Adami, der dem Aufsteiger aus dem Ammerland absolutes Oberliga-Format attestierte.

ETB: von Seggern – Adami (12/3), L. van Dreumel (5), Matschei (3), Nowack (2), F. van Dreumel (1), Lösekann, C. Sommer, Thümler, Breipohl, F. Sommer.

Spielstationen: 3:1 (6.), 6:3 (12.), 9:5 (19.), 10:10 (25.), 13:13 (30.), 15:17 (39.), 17:20 (48.), 21:23 (59.), 22:23 (60.).

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