Delmenhorst /Phiesewarden Gewalt auf dem Fußballplatz: Max Mahn, Schiedsrichter des SV Phiesewarden, ist am Sonntag während des Kreisliga-Spiels der Delmenhorster Vereine KSV Hicretspor und TV Jahn von einem Spieler Hicretspors brutal getreten worden. Mahn brach das Spiel daraufhin sofort ab (die NWZ  berichtete).

Die Partie war zunächst fair verlaufen. Rund zehn Minuten vor dem Abpfiff attackierte KSV-Angreifer Izzet Saglam den Unparteiischen ohne erkennbaren Grund. „Der Ball befand sich auf Höhe der Mittellinie, als Saglam in zügigem Tempo auf Mahn zulief und ihn mit einem Tritt wie beim Kickboxen in der Magengegend traf“, sagte Heinz Milde. Der Vorsitzende des Schiedsrichter-Ausschusses des Kreisfußballverbands Wesermarsch war Zuschauer der Partie. „Nachdem Max aufgestanden war, hat Saglam ein weiteres Mal zugetreten“, sagte Milde.

Hicretspor-Trainer Chawkat El-Hourani reagierte fassungslos. „Der Schiedsrichter hat gut gepfiffen. Es gibt keine Erklärung dafür, was Saglam gemacht hat“, sagte er am Montag. Er habe seinen eigenen Augen nicht getraut, als er gesehen habe, was sich abspielte. „Wir alle – ob Zuschauer, Spieler oder Trainer – waren schockiert“, sagte El-Hourani. Saglam seien wohl die Sicherungen durchgebrannt, meinte der Trainer.

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Der KSV Hicretspor reagierte umgehend: Unmittelbar nach dem Spielabbruch wurde Saglam aus dem Verein ausgeschlossen. „Der Rauswurf war die einzige Option. So etwas geht einfach nicht“, sagte El-Hourani.

„Saglam hat mit dieser Aktion nicht nur sich selbst geschadet, sondern auch dem ganzen Verein“, sagte der KSV-Coach. Im Namen von Hicretspor entschuldigte er sich bei Schiedsrichter Max Mahn. Der Unparteiische musste sich in ärztliche Behandlung begeben und erstattete gegen Saglam Anzeige wegen Körperverletzung.

Heinz Milde zeigte keinerlei Verständnis: „Dass Spieler austicken, kommt schon mal vor. Aber dies war ein krimineller Akt“, sagte er. Er habe schon einiges erlebt, aber einen Tritt wie den von Saglam noch nicht.

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