Die Handball-Region Oldenburg (HRO) hat am Wochenende einen ihrer verdientesten ehrenamtlichen Mitarbeiter geehrt: Klaus Wernicke aus Nordenham. Anton Stindt vom Elsflether TB, kommissarischer Vertreter der Handballvereine in der Wesermarsch, überreichte dem 70-Jährigen ein Glaspräsent für dessen langjähriges und vorbildliches Engagement als Staffelleiter und im Spielausschuss der Handball-Region. Die NWZ  hat das zum Anlass genommen, um mit Klaus Wernicke einen kleinen Blick zurückzuwerfen.
Frage: Anton Stindt von der Handball-Region Oldenburg (HRO) nennt Sie ein „Urgestein des hiesigen Handballsports“. Wie lange sind Sie schon dabei?

Wernicke: 1972 habe ich vier Staffeln im Handballkreis Bremerhaven übernommen. Da war ich 26 Jahre alt.

Frage: Wie kam es dazu?

Wernicke: Ich war Spielwart beim damaligen VfL Nordenham. Wir gehörten zum Spielbetrieb in Bremerhaven und mussten alle vier Wochen zu einer Sitzung dorthin fahren. Irgendwann wurde ich dann mal gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, Staffelleiter zu werden.

Frage: Was genau gehörte zu ihren Tätigkeiten?

Wernicke: Damals war das alles noch nicht so einfach wie heute. Man hat am Anfang der Saison einen Zettel von der Vereinen in die Hand gedrückt bekommen, wann sie Hallenzeiten zur Verfügung haben. Damals gab es ja noch längst nicht so viele Sporthallen wie heute. Daraus habe ich dann Spielpläne entwickelt – alles per Hand natürlich. Auch die Schiedsrichteransetzungen gehörten dazu.

Frage: Seitdem ist viel Zeit vergangen. Haben Sie auch mal eine Pause eingelegt?

Wernicke: Einmal habe ich Ende der 70er Jahre für ein Jahr ausgesetzt. Da sind wir Nordenhamer in den Bezirk Weser-Ems gewechselt. Aber nach einem Jahr habe ich dann wieder ein paar Ämter übernommen.

Frage: Wie viel Zeit beansprucht diese ehrenamtliche Tätigkeit?

Wernicke: Zu Spitzenzeiten war ich Staffelleiter in 15 Spielklassen. Da kamen pro Woche schon so zwölf bis 14 Stunden zusammen.

Frage: Hatten Sie nie Probleme mit dieser Belastung?

Wernicke: Nein. Man hat zwar immer mal wieder Ärger, aber ich bin trotzdem gerne dabeigeblieben. Nur ein Mal bin ich in die Bredouille gekommen. Seit 1998 müssen die Spielpläne ja am Computer entwickelt werden. Für den hatte ich in meiner Wohnung aber zunächst einfach keinen Platz. Irgendwie habe ich es dann aber doch noch hinbekommen, einen PC zwischen meinen Schallplatten aufzustellen.

Frage: Sie werden im Februar 71 Jahre alt. Ans Aufhören haben Sie noch keinen Gedanken verschwendet, oder?

Wernicke: Nein. Zurzeit bin ich Staffelleiter von drei Seniorenklassen und zwei B-Jugend-Ligen. Das würde ich gerne noch eine Weile weitermachen.

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