Lemwerder /Vegesack Papier und Pappe, Holzleim oder Kleister, biologisch abbaubare Farben und ganz viel Fantasie: Das waren die Stoffe, aus denen in den vergangenen Monaten eifrig Wasserfahrzeuge gezimmert wurden. Im Beisein Hunderter Schaulustiger wurde am Sonnabend im Vegesacker Hafenbecken deren Seetauglichkeit unter Beweis gestellt – oder nicht selten auch deren Untauglichkeit. Denn nicht immer erfüllten die vielversprechend aussehenden Boote unterschiedlichster Bauart die Erwartungen ihrer Erbauer.

16 Teams von beiden Seiten der Weser hatten sich beim Verein Nautilus, dem Organisator der 4. Vegesacker Pappbootregatta, angemeldet, um als schnellstes oder kreativstes Team zu siegen.

Schiffbruch für Studenten

Dass man dabei durchaus auch schwimmend punkten konnte, bewiesen die beiden Wilhelmshavener Schiffsbaustudenten Tim und Jannik, deren „Watt’n Boot“ sofort nach dem Start kenterte – und das, obwohl sie den Rumpf kurz zuvor noch nachgebessert hatten. Um zu retten, was zu retten war, wurde kräftig im statt auf dem rund zehn Grad Celsius kalten Wasser gepaddelt. So wurde immerhin noch der sechste von insgesamt acht Plätzen dieser Kategorie erreicht.

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Weitaus erfolgreicher waren dagegen die beiden Teams mit Auszubildenden der umliegenden Werften: Der Vorjahressieger „Azubigator“ der Lürssen-Auszubildenden, der zum zweiten Mal zu Wasser gelassen wurde, konnte seinen Titel auch mit neuer Besatzung behaupten: Kevin Klüver und Lisa Janssen brachten das zähnefletschende Krokodil als schnellste Paddler durchs Ziel.

Wie gut sie im Bootsbau sind, bewiesen nach ihrem Untergang im Vorjahr dieses Mal die Auszubildenden der Fassmer-Werft: Mit einer weitaus erfolgreicher konstruierten „Weserpappe 3“ sowie Justin Notholt und Laura Meyer als Paddler schafften sie es vor den Vegesacker Gymnasiasten mit „Speedy Mumm“ als zweitschnellstes Team aufs Siegertreppchen.

Zwar Letzter, dafür aber „König der Herzen“ war indessen der Katamaran der Royal Rangers, der mit zehn Besatzungsmitgliedern in See stach und auf halber Strecke mit Mann und Maus unterging. Riesigen Applaus gab es als Motivation vom Publikum. Schwimmend und mit vielen aufgeweichten Einzelteilen im Schlepp erreichten die Rönnebecker Pfadfinder unter den wachsamen Augen der Bremen-Norder DLRG tapfer ihr Ziel.

Während die Nominierung für die ehrenamtlichen Nautilus-Organisatorinnen Birgit Benke und Kirsten Baumgart im Bereich Geschwindigkeit eine klare Sache war, war die Nominierung der kreativsten Pappboote für die fünfköpfige Jury keineswegs einfach.

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Die schwimmende Burg der „Nachtwanderer“ mit ihren Schlossgespenstern siegte schließlich vor dem Piratenschiff des Martinshofs und dem Bett „Schlummerle“, mit dem die „Inclusiven“ aus Friedhorst starteten.


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