Ovelgönne In den Wesermarsch-Duellen der zweiten Runde des Kreispokals hat es am Dienstagabend zwei Überraschungen gegeben. Der SC Ovelgönne (1. Kreisklasse Süd) besiegte den Kreisligisten 1. FC Nordenham daheim mit 7:6 (3:3) nach Elfmeterschießen, während der in der 2. Kreisklasse beheimatete TuS Elsfleth den SV Phiesewarden (1. Kreisklasse) mit einem 2:0-Heimsieg aus dem Rennen warf.

SC Ovelgönne - 1. FC Nordenham 7:6 (3:3, 2:2). Warum das Wesermarsch-Derby vor einer klasse Kulisse mit einem überraschenden Ergebnis endete, hatte FCN-Trainer Mario Heinecke eigentlich schon während der Partie erklärt. „Wir verteilen zu viele Geschenke“ sagte er. Er spielte damit vor allem auf die beiden ersten Ovelgönner Treffer ein, denen individuelle Fehler des FCN vorangegangen waren. Zugleich ärgerte er sich über die schwache Chancenverwertung seines Teams.

Der FCN war auf knochentrockenem Boden zwar überlegen. Aber zur Pause stand es nur 2:2. Ovelgönnes Trainer Wilhelm Schiwy wusste die Kräfteverhältnisse richtig einzuschätzen, als er am Ende der Halbzeit Richtung Trainerbank ging. „Wir schlagen uns bisher wacker“, meinte er.

Auch nach dem Seitenwechsel fehlten dem FCN Reife und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. „Wir müssen uns endlich mal belohnen“, sagte Heinecke Mitte der zweiten Halbzeit, nachdem seine Elf zum wiederholten Male am starken Ovelgönner Torwart Lars Horstmann gescheitert war. Die spielerisch guten Ansätze der Gäste, die auch Ovelgönnes Co-Trainer Ralf Decker neidlos anerkannte, verpufften deshalb.

Fußball

Kreispokal

2. Runde

SC Ovelgönne - 1. FC Nordenham 7:6 (3:3/2:2).

Tore 0:1 Muhammed Kaya (12.), 1:1 Paul Hemken (17., Foulelfmeter), 2:1 Luca Stephan (22.), 2:2 Jan-Luca Hedemann (27.), 2:3 Mehmet Acar (69.), 3:3 Luca Stephan (73.).

Elfmeterschießen Die Ovelgönner Treffer erzielten Tim Meischen, Tobias Heinemann, Paul Hemken und Jonas Schmitz. Jan-Luca Hedemann und Safin Hamijou verwandelten für den 1. FC Nordenham.

SCO Horstmann - Hilpert, Heinemann, Markus Müller (76. Krahl), Wefer (46. Ebert), Meischen, Bortnowski (76. Schmitz), Stephan, Hemken, Comsa (46. Marvin Müller), Osterloh.

FCN Bischoff - Ibrahim, Acar, Ölrichs, Dilbaz, Bremer, Bischoff, Bruns (59. Hohn), Krecker, Weers, Kaya (46. Gürbüz), Hedemann.

TuS Elsfleth - SV Phiesewarden 2:0 (0:0).

Tore 1:0 Bal (51.), 2:0 Walter (86.).

TuS Spiekermann - Mende, Bal, Knop, Hagenah (71. Janßen), Mohr, Walter (89. Tesche), Schneider, Gerhardt (74. Harloff), Sosath, Höcker.

SVP Schaffarzyk - Wiecking, Büsing, Baumgardt, Härtel (81. Hoffmann), Wendland (46. Bittmann), Schröder, Atici (81. Gröne), Pankratz, Koopmann (81. Eilers), Ehmann.

Und weil das wuselige Ovelgönner Offensivduo Luca Stephan/Paul Hemken die FCN-Abwehr immer mal wieder in Verlegenheit brachte und ihre Kollegen in den anderen Mannschaftsteilen mit viel Herz spielten und sich meist flott in die Ordnung zurückkämpften, blieb die Partie offen.

Dann kamen auch noch Feinschmecker auf ihre Kosten: Das unglaublich schicke dritte Tor der Nordenhamer durch Mehmet Acar (69.) beantwortete Ovelgönnes neuer Kapitän Stephan wenig später mit einem noch hübscheren Freistoßtor.

Im Elfmeterschießen, in dem übrigens Kunstschütze Stephan als einziger Spieler seines Teams verschoss, hatten die Ovelgönner die besseren Nerven. Nachdem Jonas Schmitz den entscheidenden Elfmeter verwandelte, war der Jubel riesengroß. „Unglaublich. Er hat sich gemeldet und gesagt, dass er ihn reinhaut“, sagte Schiwy.

Trotz der Niederlage war Heinecke mit seiner Elf zufrieden. Seine Spieler hätten sich gut bewegt. „Manchmal haben wir aber zu kompliziert gespielt“, sagte er. Schiwy war einfach nur stolz. „Der Sieg war schon ein bisschen glücklich, aber auf keinen Fall unverdient“, meinte er, zumal seine Mannschaft im zweiten Durchgang ebenfalls gute Chancen gehabt habe. An die kräftigen Umarmungen von Clubboss Klaus Schermer wird er sich auch wohl noch ein wenig länger erinnern.

TuS Elsfleth - SV Phiesewarden 2:0 (0:0). Beide Mannschaften standen defensiv gut und erlaubten ihrem Gegner nur wenige Torchancen. Die Hausherren hielten als klassentieferes Team auch spielerisch gut mit.

Sie leisteten sich kaum Ballverluste. „Sie haben uns einfach nichts angeboten“, sagte Phiesewardens Co-Trainer Christian Kohlmann. Somit kamen die schnellen SVP-Angreifer nie so richtig zum Zuge. TuS-Coach Uwe Neese sah ein „taktisches Geplänkel“. Nach vorne habe auch seine eigene Mannschaft nicht viel zustande gebracht. Gefährlich wurde es meistens nach Standards. So fiel auch das vielleicht vorentscheidende 1:0 in der 51. Minute. Hayri Bal zog eine Freistoßflanke scharf vor das Phiesewarder Tor, und der Ball flog an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. „Danach haben wir das Spiel im Griff gehabt“, sagte Neese.

Sein Torhüter Tom Spiekermann habe einmal einen Schuss parieren müssen, ansonsten sei aber hinten nichts angebrannt. Darwin Walter machte dann in der 86. Minute mit dem 2:0 alles klar.

Das letzte Kreispokal-Spiel der zweiten Runde mit Wesermarsch-Beteiligung wird am   Sonntag um 15 Uhr an der Ladestraße in Burhave angepfiffen. Die SG Burhave/Stollhamm erwartet die SG Schwei/Seefeld/Rönnelmoor zu einem Duell zweier Mannschaften aus der 2. Kreisklasse Wesermarsch.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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