Nordenham /New York Das Abenteuer Amerika geht weiter: Nach den Semesterferien schwingt Luisa Auffarth den Tennisschläger in New York. Die 20-Jährige aus Burhave ist vor zwei Jahren zum Studieren in die USA gegangen. Weil sie ein großes Tennis-Talent ist, hat sie ein Stipendium bekommen.

Zurzeit ist Luisa Auffarth zu Hause bei ihren Eltern in Burhave. Sie genießt die Zeit mit ihrer Familie und mit ihren Freunden und hilft bei ihrem Vater im Geschäft aus. Hin und wieder spielt sie auch Tennis. Gerade erst hat sie an einem Turnier in Aurich teilgenommen und dabei die Nummer 135 der deutschen Rangliste geschlagen. Ziemlich glatt sogar – mit 6:0 und 6:1. Luisa Auffarth bildet sich nichts darauf ein. Aber immerhin gibt es ihr die Gewissheit, dass sie sich in den vergangenen zwei Jahren weiterentwickelt hat.

Luisa Auffarth hatte als Sechsjährige beim TC Burhave mit dem Tennisspielen angefangen. Zwei Jahre später wechselte sie zum TK Nordenham, wo sie in der Jugend- und in der Damenklasse viele Erfolge sammelte. Mit dem SV Eintracht Wiefelstede stieg sie anschließend bis in die Oberliga auf.

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Internationales Team

Nach dem Abi wollte Luisa Auffarth gerne ins Ausland gehen. Sie bewarb sich um ein Tennis-Stipendium. Mehrere Universitäten hatten Interesse. Luisa Auffarths Wahl fiel auf die South Eastern Oklahoma State University. Sie entschied sich für ein Studium in Betriebswirtschaftslehre. Und sie wurde Mitglied der internationalen Tennis-Mannschaft an der Uni.

Bis um 14 Uhr studieren, anschließend auf den Tennisplatz – so sieht der Alltag von Luisa Auffarth aus, wenn nicht gerade Semesterferien sind. Anfangs musste sie sich mit einem eher schlichten Zimmer begnügen, das sie sich mit einer Französin teilte. „Immerhin ist die Uni sehr schön. Und für mich war es gerade mal ein Fußweg von ein bis zwei Minuten.“

Gleich im ersten Jahr wurde die Mannschaft von Luisa Auffarth Meister in ihrem Bezirk und kam bei den so genannten Nationals, die in Florida ausgetragen wurden, unter die Top Acht. „Es war das erste Mal, das eine Frauenmannschaft der Uni so weit gekommen ist“, erzählt die 20-Jährige. An Nummer sechs gesetzt, hatte Luisa Auffarth in der Regel leichtes Spiel mit ihren Gegnerinnen und somit einen großen Anteil am Erfolg.

Im zweiten Jahr wurde die Burhaverin an Nummer zwei gesetzt. „Da habe ich immer noch ganz gut mitgehalten“, erzählt die 20-Jährige. Auf jeden Fall schloss sie die Saison mit einer positiven Bilanz ab.

Fließend Englisch

Als Luisa Auffarth vor zwei Jahren in die USA ging, wusste sie, dass ihr Englisch noch ausbaufähig ist. Inzwischen ist da nicht mehr allzu viel Luft nach oben. „Das geht so schnell, ich habe schon nach zwei Monaten fließend Englisch gesprochen.“

Die Burhaverin genießt den Kontakt mit ihren Teamkolleginnen, die aus aller Herren Länder kommen. Zum Beispiel aus Frankreich, Bolivien, Südafrika, Serbien und Kroatien. Auch eine Tennisspielerin aus Stuttgart gehörte im vergangenen Semester zum Uni-Team. Die beste Freundin von Luisa Auffarth kommt aus Venezuela.

Die Uni, an der die Burhaverin in den vergangenen beiden Jahren studiert hat, liegt in der Provinz. Die Stadt Durant ist kleiner als Nordenham, sie hat gerade einmal 17 Tausend Einwohner. Nach zwei Jahren in Oklahoma wird Luisa Auffahrt nach den Semesterferien noch einmal ein völlig neue Welt kennenlernen. Sie wollte noch einmal innerhalb der USA wechseln und hat ein Stipendium am Queens College in New York bekommen. Eine neue Mannschaft, eine neue Umgebung – Ende August geht’s los. „In New York bin ich noch nicht gewesen“, erzählt Luisa Auffarth voller Vorfreude.

Die 20-Jährige hat sich auch für die neue Saison hohe Ziele gesetzt. „Ich würde gerne wieder mit der Mannschaft bei den Nationals spielen“, sagt sie.

Die Teilnahme an den Nationals, wo die Top-Teams aus den USA aufeinandertreffen, gehörte für Luisa Auffarth aus sportlicher Sicht bisher zu den Höhepunkten. „Richtig cool ist es aber auch, dass ich jetzt Freunde in der ganzen Welt habe“, erzählt sie.

Was nach dem Studium kommt, weiß Luisa Auffarth noch nicht genau. „Vielleicht bleibe ich noch ein bisschen länger in den USA. Aber zurückkehren werde ich auf jeden Fall.“

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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