Nordenham Im Plaatweg-Stadion ist es an diesem Mittag in den Herbstferien eher ruhig. Nur ein paar Freizeitsportler nutzen die Laufbahn. In der Turnhalle und auf dem Kunstrasenplatz nebenan ist dagegen sehr viel los.

An der Halle läuft eine Reihe Jungs ihrem Trainer Malte Hasenkamp hinterher. Er ist der Leiter der HSV-Fußballschule und betreut das Camp zusammen mit zwei weiteren Trainern. Während seine beiden Kollegen draußen das Slalomlaufen und ein Spiel beaufsichtigen, ist die dritte Gruppe in der Sporthalle aktiv. Hier gibt es ein aufgepumptes Ministadion – aus dem der Ball auch hin und wieder abhaut – und das „Km/h-Schießen“.

102 Stundenkilometer

Dabei wird der Ball so fest es geht ins Tor geschossen und die Geschwindigkeit gemessen. Die Bälle erreichen gerne mal ein Tempo von 50 bis 60 Stundenkilometern, ein Junge schaffte sogar 102. An den fünf Tagen im Fußballcamp probieren die Kinder sich im Wechsel an den verschiedenen Stationen aus und können so vieles dazulernen.

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Für den zehnjährigen Tom Albers ist der Schussgeschwindigkeitstest der Höhepunkt des Camps. Er spielt zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund Ben Duhm in der E-Jugend des 1. FC Nordenham. Beide Jungs sind große HSV-Fans und begeistert von dem Programm der Fußballschule. Tom ist besonders enthusiastisch: „Ich würde am liebsten jedes Jahr dahin, am liebsten sogar jede Woche.“

Vereinzelt stehen Eltern in der Halle oder am Platzrand. Ralf Köchel ist jeden Tag kurz da, um seinem 13-jährigen Sohn Luca zuzuschauen. Ihm ist vor allem wichtig, dass Luca Spaß hat und etwas aus dem Camp mitnimmt. Der Junge, der für die C-Jugend des 1. FC Nordenham spielt, hat bereits an mehreren Fußballschulen teilgenommen. Das Camp vor der Haustür bietet sich da natürlich sehr an.

Ralf Köchel steht zusammen mit Jörg Werner am Zaun. Dessen Sohn Felix (9) kickt eigentlich für den TSV Lunestedt. Die beiden Väter sind Fans des SV Werder Bremen, die Jungs von Borussia Dortmund. All das spielt im Camp aber keine Rolle.

Auf die Frage, aus welchen Vereinen die 34 Kinder kommen, weiß Malte Hasenkamp aus dem Stand keine Antwort: „Das ist aber auch egal. Also hier zumindest.“ Er hat viel Freude an der Arbeit in den Fußballcamps und ist damit in ganz Norddeutschland unterwegs. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr kommt er gerne wieder nach Nordenham.

Sport und Fairness

Malte Hasenkamp geht es vor allem um die Mischung aus Spaß und Bewegung. Aber natürlich sollen die Jungs auch etwas lernen. Nicht nur das Fußball spielen, auch der soziale Aspekt ist dem Leiter wichtig. Neben dem Platz soll der Zusammenhalt ebenso stark sein wie auf dem Spielfeld. Abends sollen die Kinder etwas gelernt und Spaß gehabt haben. Da macht sich Malte Hasenkamp aber keine Gedanken, da es einfach eine „Supertruppe ist, sowohl vom Verhalten als auch von der Leistung“. Der jüngste Teilnehmer ist 7 Jahre alt, der älteste 13. Aufgeteilt werden die Gruppen nach Jahrgängen. Diesmal sind nur Jungs im Camp. „Letztes Jahr war hier auch ein Mädchen dabei, aber es ist gerade im Urlaub“, erzählt Malte Hasenkamp.

Der Campleiter freut sich über die guten Bedingungen in Nordenham. Bei schlechtem Wetter können die Fußballer auch in die Halle ausweichen. Doch ein bisschen Regen zwischendurch stört hier niemanden – schon gar nicht die Kinder.

Manuela Wolbers Redakteurin / Online-Redaktion Ostfriesland
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