Nordenham /Espoo Das japanische Nationaltrikot bekommt einen Ehrenplatz in Bernhard Skupins Trophäensammlung. Es wird ihn für alle Zeiten an seine erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft erinnern. Und das im Alter von 69 Jahren. Der frühere Nordenhamer Arzt gehörte zur deutschen Auswahl bei der WM der Maxi-Basketballer in Espoo bei Helsinki. In ihrer letzten Partie bei dem Ü-65-Turnier setzte sich die Mannschaft Germany B mit 52:46 gegen Japan durch und sicherte sich damit den elften Platz. Über diesen Sieg freute sich Bernhard Skupin mindestens genauso wie über das Trikot, das ihm sein Gegenspieler überließ. „Auf dem Platz ging’s ordentlich zur Sache“, erzählt der leidenschaftliche Basketballer, „aber danach war das ein sehr freundschaftliches Miteinander.“

Die Erlebnisse bei der Senioren-Weltmeisterschaft bezeichnet der gebürtige Braker, der von 1983 bis 2016 als niedergelassener Arzt in Nordenham tätig gewesen war, als „traumhaft“. Das gilt sowohl für den sportlichen als auch für den geselligen und privaten Teil des Aufenthalts in Finnland.

Mit dem Team Germany B traf Bernhard Skupin in der Vorrunde auf Costa Rica, Russland und Puerto Rico. Zum Auftakt feierte die Mannschaft einen 50:37-Erfolg über Costa Rica. Aber dann ging’s gegen die als Titelfavoriten gehandelten Russen. Mit 27:58 holte sich die deutsche Mannschaft die erwartete Niederlage ab.

Chance verpasst

Das wäre nicht so schlimm gewesen, wenn das Team im letzten Vorrundenspiel gegen Puerto Rico einen Sieg erzielt und damit den Einzug ins Viertelfinale gesichert hätte. Doch stattdessen zog die Mannschaft mit 23:43 den Kürzeren. „Gegen Puerto Rico waren wir leider ziemlich schlecht“, sagt Bernhard Skupin.

Als Dritter der Vorrundengruppe ging es weiter mit den Platzierungsspielen. Dabei setzten sich die deutschen Ü-65-Korbjäger gegen Mexiko (52:32) und Japan (52:46) durch. Dank dieser Erfolge belegte Germany B am Ende den elften Rang. „Damit sind wir sehr zufrieden“, sagt Bernhard Skupin, „auch wenn vielleicht noch etwas mehr drin gewesen wäre.“ Die Zufriedenheit bekam noch einen kleinen Extraschub durch die Tatsache, dass es für die Mannschaft Germany A lediglich zu Platz 13 gereicht hatte. Den Weltmeistertitel in dieser Altersklasse gewannen die USA mit einem knappen Sieg im Finale gegen Russland.

Auch außerhalb der Sporthalle genoss Bernhard Skupin die Tage in Finnland. Mit seiner Frau Gesine lernte er die „wunderschöne“ Stadt Helsinki kennen. Die beiden waren mit dem Flugzeug über Hamburg angereist. Die Unterkunft befand sich in einem Mannschaftshotel der deutschen Delegation. Dort traf Bernhard Skupin einige Bekannte aus alten Basketballzeiten wieder und knüpfte neue Kontakte zu Sportlern aus vielen verschiedenen Ländern.

Insgesamt hatten an der Senioren-Basketball-Weltmeisterschaft rund 5000 Spieler der Altersklassen Ü 35 bis Ü 80 teilgenommen. Das größte Länderkontingent stellte Deutschland mit rund 380 Startern.

Nächstes Ziel ist Málaga

Aufbauspieler Bernhard Skupin, der in den 1970er-Jahren dem Kader des Bundesligisten TuS Leverkusen angehört hatte, freut sich schon auf das nächste Großereignis. Das ist im kommenden Jahr die Europameisterschaft in Málaga. Bei dem Turnier in Südspanien tritt Bernhard Skupin aber nicht mehr mit dem Ü-65-Team an, sondern rückt in die höhere Altersklasse auf. Denn im nächsten Jahr feiert er einen runden Geburtstag und darf somit für die Ü 70 auflaufen.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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